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DER BERG CITHAERON.

Südlich von Platiia erhebt sich in beträchtlicher Höhe der Berg Cithäron, der Böotien von Attica scheidet; seinen mittleren Theil bilden meist nackte Felsen, hie und da mit dunklem Gesträuch bedeckt; den oft mit Schnee bedeckten Gipfel umkränzen Föhrenwälder. So düster dieser Anblick des in der Sage so hoch gefeierten und als Göttersitz besungenen Gebirges ist, so herrlich ist die Aussieht von der Oberfläche herab auf die am Fusse ausgebreitete Ebene Platäia's, in welcher einst der berühmte Sieg erfochten ward , der Griechenland für immer von der Macht der Perser errettete, und seine Freiheit sicher stellte. Noch erblickt man in der Ebene die Spuren von Grundmauern, Steinblöcke und andere Reste der Denkmale , welche das gerettete Bellas aus der gewonnenen Beute in dankbarer Erinnerung seinen Befreiern errichtete , und in welchen es das Andenken an die hier im edlen Freiheitskampf für das Vaterland Gefallenen dauernd erhalten wollte. Jetzt sind die Ruinen der allen Platäia unter dem Namen Palaeocastro (d. i., Altstadt) bekannt ; in ihrer Nähe liegt ein Flecken Kokla, der Berg Cithiäron aber führt, seiner Föhren wegen, den Namen Elatea.