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THAL DES PLEISTOS.

In einer tiefen Thalschlucht, gebildet durch den Parnass, dessen vielgipfliches Haupt sich in die Wolken verliert, und durch den südlich gegenüber liegenden Cirphis war die heilige Delphi angelegt, umkreist von den schroffen Abgründen des Parnass und den nackten Felswänden. des Cirphis. Durch dieses Thal strömte der Pleistos, jetzt Sicalisca, dessen Quellen da hervorbrechen, wo die drei Berge, der Parnass, Cirphis und Helicon, zusammenstossen, der dann das heilige Thal durch-schlängelt, und nachdem er den castalischen Born in sich aufgenommen, bei Cirrha dem Meere sich zuwendet. In mehrere Canäle vertheilt, dient sein Wasser jetzt zur Bewässerung der Ebene, die nun zum Theil mit Oliven und Maulbeerbäumen, und auch mit Korn bepflanzt ist, während sie einst, unbeackert, als sonnige Wiese dem delphischen Apoll geweiht, dessen Spielen , so wie den zahlreichen Wallfahrern, die zu den Spielen sowohl, wie zu dem Orakel strömten, diente.