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Radierung von Friederike von Aretin, ca. 1830
Friederike (Friederike Josephine Eleonore), Freiin, Radiererin, Aquarellistin(?), *18.3.1798 München, †25.3.1878 ebd., Tochter von 1. 1819 Ehe mit Karl August Freiherr von und zu Fraunhofen. – Landschaftsrad., wahrsch. auch Aquarelle.

LEPSINA , DAS ALTE ELEUSIS.

Die von Athen nur wenige Meilen entfernte Stadt Eleusis war berühmt im ganzen Alterthum durch ihre Heiligtümer und die damit verbundenen Mysterien (zu welchen viele Tausende jährlich auf der heiligen Strasse von Athen aus zusammenströmten, oder, wie der Dichter singt): "Wo zu der Weihe Völker nahn, vom Rande der Welt. (Proserpina ward hier verehrt und ihre Mutter Ceres), Die Bezähmerin wilder Sitten,
Die den Menschen zum Menschen gesellt,
Die in friedliche feste Hütten
Wandelte das bewegliche Zelt."

Denn Einführung des Ackerbaus, fester Wohnsitze und Stiftung der Ehe war das Werk der Ceres, deren Andenken die eleusinischen Weihen erhielten. Noch sehen wir die Reste des ihr geweiheten Hleiligthums am östlichen Abhang eines Hügels, der einen herrlichen Anblick auf die nahe See und die gegenüber liegende Salamis gewährt, wo einst Griechenlands Freiheit von den Persern gerettet worden war. Innerhalb der grossartigen Ruinen des ausgedehnten, mit Hallen und Säulen einst prachtvoll verzierten Tempels, liegt jetzt ein ärmliches Dorf, Lepsina, dessen Bewohner in den alten Umfassungsmauern Schutz gegen Seeräuber suchen.