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Radierung von Friederike von Aretin, ca. 1830
Friederike (Friederike Josephine Eleonore), Freiin, Radiererin, Aquarellistin(?), *18.3.1798 München, †25.3.1878 ebd., Tochter von 1. 1819 Ehe mit Karl August Freiherr von und zu Fraunhofen. – Landschaftsrad., wahrsch. auch Aquarelle.

FELSEN DER STROPHADEN.

"Mich , der den Wogen entrann, herbergt der Strophadischen Inseln
Ufer nunmehr. Strophaden mit Grajischerm Namen genenennet, Ruhn sie im grossen Jonischen Meer,
wo die grause Celäne wohnt, und die andern Harpyen,
zugleich,
seit ihnen gesperrt ward Phneus Haus,
und gescheucht sie die vorigen Tische verliessen.
Nicht heillosere Schau droht wo,
und grässlicher niemals Hob sich aus stygischen Wogen ein Fluch und Verderben der Götter."
(Virgil, Aenis)

Nordwestlich von Messenien, von Pylos aus , etwa zehn Meilen von der Küste entfernt , liegen die beiden Strophaden, kleine. unbedeutende Inseln , ehedem Plotä genannt. und dann Strophaden, als, nach der Erzählung der Dichter, die Harpyen hier sich niedergelassen, und diese Inseln zu ihrem Aufenthalt erwählt hatten. Im Altertum wenig mehr als durch den Aufenthalt der Herpyen in der Dichtersage bekannt, sind sie jetzt durch den reichen Ertragvon Wein, Oliven, Orangen und Feigen wieder bekannter geworden. Ihr jetziger Name ist Strofadia oder Strivali.