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Radierung von Johann Gabriel Friedrich Poppel
1807-1882

OLYMPUS.

Der Olympus, der Griechenland im Norden begrenzt und vom Barbarenlande trennt, und den die hellenische Sage bald zu dem Sitze der Götter gestaltete, zieht in der Richtung von Westen nach Osten, wo die Endspitzen ins Meer ausgehen, während er westlich mit dem Scardogebirge und mit den acroceraunischen Bergen zusammenhängt. Seine fast mit ewigem Schnee bedeckten Gipfel verlieren sich in den Wolken, und konnten darum so leichter in der Sage des Volkes als die -Wohnung überirdischer Wesen, als der Sitz der Götter gedacht und dargestellt werden. Noch jetzt nennt der Türke diesen den alten Griechen so heiligen Berg : Semavat-Evi, d. i. das himmlische Haus, weil seine Spitze so hoch ist, dass man den Himmel zu ersteigen wähnt. Siidlich vom Olympus liegt das vielbesungene Tempe, ein herrliches ThaI, gebildet durch den Peneus, dessen Wasser sich hier vor Jahrtausenden gewaltsam durch die Felsen des Olympus einen Weg nach dem Meere brachen.