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Radierung von Friederike von Aretin, ca. 1830
Friederike (Friederike Josephine Eleonore), Freiin, Radiererin, Aquarellistin(?), *18.3.1798 München, †25.3.1878 ebd., Tochter von 1. 1819 Ehe mit Karl August Freiherr von und zu Fraunhofen. – Landschaftsrad., wahrsch. auch Aquarelle.

TEMPEL DES JUPITER OLYMPIUS ZU ATHEN.

In dem untern Theile der Stadt Athen prangte der Tempel des olympischen Zeus, schon in früher Zeit begonnen, aber nicht vollendet, und bei der Eroberung Syllas seiner Säulen und seines Schmuckes beraubt. Mehrmals war der Wiederaufbau beschlossen worden; es kam erst zur Ausführung unter dem Kaiser Hadrian, dessen Pantheon, jetzt gewöhnlich der Pallast des Hadrian genannt, unmittelbar daran stiess. Noch stehen zum Theil die gewaltigen, aus pentelischem Marmor, in corintischem Styl aufgeführten Säulen, die, hundert und zwanzig an der Zahl, in einer Höhe von mehr als sechszig Fuss, den Tempel umgaben ; sie zeugen noch jetzt von der Erhabenheit und dem Grossartigen dieses Baus, welcher unter allen Gebäuden und Tempeln Athen's als der grösseste geschildert wird, da seine Länge 354 und seine Breite 171 Fuss betrug. Nicht minder herrlich war das Innere des Tempels. Hier prangte vor Allem das colossale Bild des olympischen Zeus, nach dem Muster des von Phidias zu Olympia errichteten Bildes, von Gold und Elfenbein zusammengefügt. In den verheerenden Zügen nordischer Barbaren, ward auch dieser Tempel zerstört, und seines Schmucks beraubt.