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PARTHENON.

«Der sogenannte Parthenon, der über dem Theater liegt, reisst die Anschauenden zur Höchsten Bewunderung hin.,, So schreibt ein alter Schriftsteller , der dieses bewundernswiirdige Denkmal der Blüthezeit hellenisdler Kunst, das bier in seiner gegenwartigen Gestalt, so 'weit es der Zerstöruugswut wilder Barbaren und dem Zahne der Zeit entgangen ist, erscheint, noch in voller Pracht erblickte. Es war der Haupttempel der Minerva, die hier als heilige, reine Jungfrau (Parthenos, daher der Name Parthenon) und Schutzgöttin der Stadt Athen verehrt wurde. Er lag auf dent höchsten Punkte der Burg, hoch über allen anderen Heiligtümern dieser Akropole, um welche die Stadt gebaut war, empor ragend; und wenn auch weniger auffallend durch Unifang und Grösse, so doch durch die schöne Symmetrie aller Theile und edle Einfachheit desto mehr :ansprechend. Im lnnern stand der Göttin Bild, arts Gold und Elfenbein von Phidias Meisterhand gefertigt , und fast des Tempels Decke berührend ; von aussen umgaben prachtvolle Säulen im edelsten Styl, herrliche Reliefs und Sculpturen den Tempel. Letztere sind zum grossen Theil durch einen Engländer (Lord Elgin) in neueren Zeiten ausgebrochen und nach England gebracht worden.