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Amiet, Cuno (1868-1961)
Giovanni Giacometti beim Lesen
Mandach 25,
Bollinger-Kornfeld 6,
Giacometti reading
Cat.of works: Mandach
25, Bollinger-Kornfeld 6,
Holzschnitt auf Japan, gedruckt in Ocker, handsigniert
Woodcut on
japan-paper, printed in ochre, signed
Enstehungszeit / time of origin:
1907
Größe/size in cm:53,4x38,7
Best.Nr/Order#: 000958
Vita:
Amiet, Cuno, schweiz. Maler, Zeichner, Graphiker, Bildhauer, *28.3.1868 Solothurn, †6.7.1961 Oschwand/ Kt. Bern. Sohn des Historikers und Solothurner Staatsschreibers Josef Ignaz A. 1882-86 Schüler der Gymnasialabt. der Kantonsschule Solothurn, erster Zeichenunterricht bei Heinrich Jenny und seit 1884 sporadisch Malausbildung bei Frank Buchser in Feldbrunnen. Stud.: 1886-88 KA München bei K. Ritter, G. Hackl, K. Raupp und N. Gysis, 1887 Bekanntschaft mit Giovanni Giacometti,
mit dem er lebenslang befreundet bleibt; 1888-91 zus. mit Giacometti Acad. Julian in Paris bei A. Bouguereau, T. Robert-Fleury, später bei G. Ferrier. 1889 erste öffentl. Anerkennung auf dem Pariser Salon mit einem Portr. Giacometti (verloren). Im Winter 1891/92 Besuch der Unteroffiziersschule Solothurn. Im Frühjahr 1892 wieder in Paris, geht jedoch – unzufrieden mit dem Akademieunterricht – auf Rat des ungar. Malers Hugo Poll vom Mai 1892 bis Juni 1893 nach Pont- Aven/Bretagne; erlernt dort den Kupferstich bei A. Séguin; Freundschaft mit dem irischen Maler R. O’Conor und Begegnung mit Werken von Gauguin und van Gogh. 1893 Rückkehr nach Solothurn, eigenes Atelier. 1894 Atelier in Hellsau und allgemeine Ablehnung seines in Basel gezeigten jüngsten Werkes, dessen Qualität nur der Kritiker H. Trog erkennt. 1895 in Stampa zus. mit Giacometti, der die Begegnung mit G. Segantini vermittelt; von diesem inspiriert zu erneuten Farbexperimenten. 1896/97 Bekanntschaft mit A.s erstem Förderer, dem Biberister Papierfabrikanten und Kunsttheoretiker Oscar Miller, der 1897 ein Portr. Hodlers in Auftrag gibt. 1897 Zusammentreffen mit F. Hodler. 1898 Heirat der Gastwirtstochter Anna Luder und endgültige Niederlassung auf der Oschwand. 1900 Silbermed. der Pariser Weltausst. für das Gem. Richesse du soir. 1904 zus. mit Hodler eingeladen zur Ausst. der Wiener Sezession. 1905 Einzelausst. in Zürich und im Mai in Dresden, Galerie Richter, wo sie nachhaltig die Künstlergruppe um Kirchner und Heckel beeindruckt, die sich wenige Wochen später als "Brücke" formiert; 1906 eingeladen von dieser zum Anschluß, bleibt A. bis zu ihrer Auflösung (1913) partizipierendes Mitgl. (u. a. arrangiert A. 1907 eine "Brücke"-Ausst. in Solothurn). 1907 Paris-Reise mit F. Baur und Giacometti zur Cézanne-Ausst. 1908 Bau des Wohnhauses auf Oschwand (Architekt O. Ingold), das in der Folgezeit mit dem benachbarten Atelier (1912/13 umgebaute Scheune) zum fast legendären Treffpunkt vieler Künstler, Schriftsteller und Gelehrten wird (u. a. H. Hesse, A. Spitteler, A. Frey, W. Worringer, A. Weese, S. Singer) und zahlr. Studenten anzieht (u. a. H. und S. Morgenthaler, M. Gonthier, A. und J. Müller, W. Sautter, H. Bey, W. Miller, W. Neuhaus und P. Thalmann, den Sohn einer von A. adoptierten Tochter). 1909 Reise nach Florenz, 1911 zur internat. Kunstausst. nach Rom sowie nach München, um eine eigene Ausst. in der Mod. Gal. Thannhauser zu arrangieren; in München Begegnung mit den Malern der Neuen Künstlervrg (Macke, Klee u. a.) und stark beeindruckt von Kandinskys Ideen des noch nicht ed. Ms. "Über das Geistige in der Kunst". 1912 als schweiz. Vertreter auf der Sonderbundausst. in Köln, dort erstmals persönl. Kontakt mit Mitgl. der "Brücke" und Munch. 1919 Dr. h. c. der Univ. Bern. 1931 Vernichtung von über 50 Werken beim Brand des Münchener Glaspalastes, darunter mehrere seiner besten Frühwerke (z. B. Breton. Wäscherinnen, 1892; Der kranke Knabe, 1895; Die gelben Mädchen, 1905); A. setzt daher auf Gem. von 1932 neben die Signatur eine schematisierte Flamme. 1932-39 jährl. Aufenthalte in Frankreich (Paris); 1934 Reise zur Bienn. nach Venedig; 1951 in England und 1952 in Südfrankreich Begegnungen mit W. Churchill. 1938 Ehrenbürger von Seeberg, 1948 von Herzogenbuchsee. 1953 Tod der Gattin. Ungebrochene Produktivität bis zum Tode und Festigung seines Rufes als führender schweiz. Maler. – A. war ein sehr vielseitiger Künstler, in dessen überaus umfangreichem Werk Landschaften, Porträts, Figürl. und Stilleben, in der Frühzeit auch allegor. und literar. Motive dominieren. Einige Sujets, wie z. B. die Obsternte, der Garten oder die Schneelandschaft, hat er zeitlebens gestaltet. So spielte die Winterlandschaft, die er 1894 erstmals malte und um 1904 fast abstrakt auffaßte, im Spätwerk eine nahezu symbol. Schlüsselrolle. Stets offen für Anregungen anderer Künstler, deren Quellen er nicht verbarg, sowie neue techn. Verfahren, die er virtuos handhabte, ist seine Entwicklung stilist. wandlungsreich verlaufen. Herausragend und originell v. a. als Kolorist und bestimmt von innerer Logik seiner Adaptionen, ist sein Weg überschaubar einheitlich, jedoch durchwaltet von der Konstanz des Mannigfachen als wahres Kennzeichen seiner künstler. Identität. Trotz unausbleiblicher Qualitätsschwankungen in über 70jähriger Schaffenszeit, sind in jeder Phase hervorragende Werke entstanden. Ausgehend von akadem. Tradition der Tonmalerei, in Paris auch schon vom Pleinair, erhielt er die ersten wegweisenden Anregungen in Pont-Aven durch den Gauguin-Kreis sowie durch die Bekanntschaft mit den Werken von van Gogh, auch Toulouse-Lautrec und die Nabis, die binnen kurzer Zeit zur künstler. Reife eines farbintensiven, flächig rhythmisierten, auch an den Pointillismus angelehnten Stils führte. Zw. 1897 und 1903 folgte eine die starke Farbigkeit bewahrende Jugendstilphase, die so nachhaltig vom Leitbild Hodler (z. B. Komposition von Richesse du soir; strenge Linearität und Tendenz zum Dramatischen) geprägt war, daß A. auch noch nach seiner Loslösung von Hodler zu seinem Verdruß als dessen begabter Nachfolger galt. Kurz nach 1904 kehrte A. zur lyr.-kolorist. Manier von Pont-Aven zurück und kam wenig später zur Ausdruckssteigerung in Anlehnung an den späten van Gogh (1907/08 Kopie und Stud. von Originalen auf Oschwand) und den dt. Expressionismus, wobei in der Folgezeit die figürl. Motive allgemein stärker formdiszipliniert und die Landschaften wie Stilleben freier und farbintensiver gestaltet wurden. In den 30er Jahren, als sein Stil deutlich vom eleganten und z. T. oberflächlichen Erscheinungsbild der Ecole de Paris beeinflußt war, blieben namentlich seine Porträts (u. a. Selbstbildnis; A. Honegger) bemerkenswert vital. Die Malerei nach dem 2. Weltkrieg stand im Zeichen der Wiederaufnahme der früheren ernsthaften Suche nach idealer Farbe- Form-Struktur, aus der in den letzten 7 Lebensjahren ein reifer, impressiver Altersstil von transzendentalem Charakter hervorging. Die Arbeiten dieser Phase mit ihrem sanften Zusammenfließen sich berührender Bildelemente bei klarer Gesamtgestaltung, greifen in gewissem Maße auf den Pointillismus der Frühzeit zurück. Auch rückgreifend auf ein bereits 1894 bearbeitetes Thema, malte der 90jährige A. das Paradies (Priv.-Slg) in Goldtönen, das den besten vorhergehenden Werken ebenbürtig ist. Neben der Ölmalerei und einem großen zeichner. Oeuvre (Blei- und Farbstift, Pastell, Kreide, Kohle) schuf A. zw. 1888 und 1960 zahlr. Aquarelle, die mit ihrer Unmittelbarkeit, Farbenfrische, Transparenz und Expressivität zum besten Teil seines Schaffens gehören und in der schweizer. Aquarellkunst Maßstäbe setzten. Im Gegensatz zum souverän beherrschten kleinformatigen Aquarell bereitete ihm die großformatige Wandmalerei, mit der er sich seit 1894 in versch. Techniken beschäftigte, mitunter Schwierigkeiten. Als Graphiker trat A. zw. 1893 und 1925 als Radierer und zw. 1902 und 1922 mit nicht vielen, jedoch bemerkenswerten Flächenholzschnitten (auch farbig) hervor, während er die Lithographie seit etwa 1895 wegen ihrer seinem Temperament entgegenkommenden freieren Gestaltungsmöglichkeiten bes. in der Spätzeit nutzte (u. a. viele Ausst.-Plakate). Seit 1911 als Bildhauer experimentierend, beschränkte er sich auf Porträtbüsten (u. a. Frau Amiet, Sandstein; F. Hodler, Marmor; A. Giacometti; Oscar Miller; Dali, alle Bronze), die bes. in den frühen 20er Jahren entstanden. Zus. mit Hodler ist A. der wichtigste Bahnbrecher der Moderne in der Schweiz. Er führte in die schweiz. Kunst die neuen Ideen des frz. Postimpressionismus ein und besitzt v. a. als Maler und Kolorist eine Matisse und Bonnard vergleichbare Bedeutung, die allerdings in den späten 20er und 30er Jahre getrübt wird durch den allgemein charakterisierten Widerspruch zwischen Stil und Ziel in seinem Schaffen.
WERKE Wandbilder: BASEL, Rathaus: zeitweilige Außendekoration zur 400-Jahr-Feier, 1901. BERN, Gartenhaus F. Trüssel: Das Entzücken, Fresko, 1925-27. – Städt. Gymnasium, Aula: F. Hodler, Th. Kocher, J. Stämpfli, Ph. E. von Fellenberg, J. Gotthelf, 5 Fresken, 1927. – Villa R. Stämpfli: 5 Familienszenen, Fresken, 1929. – Kunstmus., Außenwand des Anbaus: Obsternte, Sgraffito, 1936. – Kantonale Militärdirektion, Konferenzzimmer: Mobilmachung, Tempera, 1947. GUNTEN/Kt. Bern, Landgut Pochon-Gent: Engelskonzert, Außenfresko, 1925. HERZOGENBUCHSEE, Gemeindeverwaltung: Bannerträger, Fresko, 1937. ITTINGEN/Kt. Bern, Asyl Gottesgnad, Totenkammer: Engelskonzert, Tempera, 1950 (Originalstudien: 1929). LANGENTHAL/ Kt. Bern, Krematorium: symbol. Fig., Fresko, 1926. LYSS/Kt. Bern, Glockenturm: Kreuzigung, 1930. NEUHAUS-OCHLENBERG/Kt. Bern; Schulhaus: Obsternte, Tempera, 1952. OSCHWAND, Atelierhaus des Künstlers: Herr und Frau Amiet, Enkaustik, um 1930. SEEBERG/Kt. Bern, Kirche: Kreuzigung und Auferstehung, 1931. SOLOTHURN, Café Bavaria: 6 Szenen, Öl (zerst.; Studie erh.), 1901. – Mus.: Die Wahrheit, Triptychon, Öl, Lw., 1913 (zum Kunsthaus-Projekt). ZÜRICH, Neues Kunsthaus, Loggia: Der Jungbrunnen, 7 Taf., 1910-18. – Gemälde: AARAU, Kunsthaus: u. a. Äpfel, 1895; Die Hoffnung, 1901/02; Drei Bäume, 1905; Bäuerin, 1906; Sommerlandschaft, 1907; Frauenporträt, 1910; Bildnis K. Feer, 1911; Mutter mit Kind, 1912. BASEL, Kunstslg: Der Garten, 1904 bis 1906; Der Geiger, 1905; Mutter und Kind in der Wiese, 1906; Selbstbildnis, 1909; Badende, 1919. – Nat.-Versicherungs-Ges.: Regatta im Sturm, 1931. BERN, Kunstmus.: u. a. G. Giacometti im Pariser Logis, 1889; Pont-Aven, 1892; Die Schwestern A.s, 1894; Landschaft bei Herzogenbuchsee, 1899; Der Garten, 1910; Apfelernte, 1912; Hodler im Sarg, 1918; Frühsonne, 1924; Lueg im Emmenthal, 1930; Der Verteidiger, 1937; Winter, 1958. – Slg im Obersteg: Nelkenbukett, 1916. BIBERIST, Moos-Flury- Stiftung: Selbstporträt, 1914. CHUR, Kunstmus.: Bretonin, 1892; Selbstbildnis, 1895. GENF, Mus. Ráth: Bildnis Rodo v. Niederhäusern, 1905/06; Ziver Mädchenakte, 1910. GLARUS, Kunsthaus: u. a. Mädchenakt, 1908; Bildnis Frau A., 1932; Selbstbildnis, 1932. LONDON, Tate Gall.: Blick aus dem Atelier, 1921; Landschaft mit Juragebirge, 1924. LUZERN, Kunstmus.: Mutter mit Kind in Blumenwiese, 1899; Sitzendes Mädchen, 1915; Selbstbildnis, 1920. OLTEN, Mus.: Bretonin, 1892; Das violette Kalb, 1896; Die Hoffnung, Triptychon, 1902; Mädchen mit Kamm, 1907; Blumenstilleben, 1932. PARIS, Mus. Nat. d’Art Mod.: Gelber Strauch, 1933. SOLOTHURN, Mus.: Bretonin, 1892; Der grüne Hut (Bildnis Frau A.), 1897/98; Richesse du soir, 1899; Verschneite Bäume, 1904; Der Garten, 1904; Frühlingslandschaft, 1905; Die Wirtschaft, 1906; Die Apfelernte, 1907; Der Schnee, 1907; Die Wahrheit, Triptychon, 1912/13; Garteneingang, 1948. ST. GALLEN, Kunstmus.: Junge Frau im Garten, 1921; Ida, russ. Tänzerin in Paris, 1933; Selbstbildnis mit Hut, 1944. THUN, Kunstslg: Porte de Châtillon, mu 1935; Winter, 1951. WINTERTHUR, Kunstmus.: Herbstsonne, 1913; Sitzendes Mädchen, 1915; Lola das Zigeunermädchen, 1937; Bildnis Frau A., 1939. ZÜRICH, Kunsthaus: Liegende Bretonin, 1893; Bildnis A. Amiet in Gelb, 1906; Winterlandschaft, 1907; Im Schlafzimmer, 1912; Der Jungbrunnen, 1915-17; Bauerngarten, 1918; Der blühende Garten, 1929. – Wichtige Werke in Privatbes.: Breton. Landschaft, 1892; Die Spinnerin, 1893; Mädchen mit Phlox, 1894; Paradies, 1894/95; Das Weib, 1897 und 1904; Äpfel, 1898; Sonnenflecken, 2 Fass., 1904; Die Wäsche, 1904; Der blühende Baum, 1905; Atelier im Herbst, 1906; Winterabend, 1907; Der blaue Hut, 1907; Selbstbildnis in Rosa, 1907; Selbstbildnis in Gelb, 1907; Die Toilette, versch. Fass., 1908/09; Rote Apfelernte, 1912; Große Apfelernte, 1914.
SELBSTZEUGNISSE Erinnerungen an die Bretagne, Das Werk 9:1922, 1 ss.; G. Giacometti, ein Jugendbildnis, Neujahrsbl. der Zürcher Kunstges., 1936; Erinnerungen an F. Buchser, Ernte 1938, 49 ss.; Vorwort zu: W. Überwasser, F. Buchser der Maler, Basel 1940; Erinnerungen an F. Hodler, Ernte 1943, 106 ss.; Vom Werden eines Kunstwerkes, Der Bund (Bern) v. 9.12.1943; A. Giacometti, Neue Zürcher Ztg v. 15.6.1947 (Nr 1158); Über Kunst und Künstler, Bern 1948 (ausgewählte Schriften); Die Ausst. der Secession in Wien 1904, in: Hodler und Wien, Neujahrsbl. der Zürcher Kunstges. 1950, 22-28; Malerfahrt zu Churchill, Neue Zürcher Ztg v. 14.7.1951 (Nr 1547); C. A.-W. Miller, Eine Künstlerfreundschaft in Postkarten, Solothurn 1965 (Vorwort: C. Blass).
AUSSTELLUNGEN E: 1894, 1921 (Kat.), ’38 (Kat.), ’60 (Kat.) Basel, Kunsthalle / 1902-03 Genf, Pal. Electoal / 1905 Zürich, Künstlerhaus; Dresden, Gal. Richter; 1908 Aarau, Saalbau / 1909, ’12 (Kat.) München, Gal. Thannhauser (Mod. Gal.) / 1910 Zürich, Villa Osenbruck (Kat.) / 1912 Jena, Kunstverein (mit A. Macke) / 1913 Zürich, Gal. Neupert (Kat.); München, Gal. Neue Kunst (Kat.) / 1914 Lausanne, Gal. Biedermann (Kat.) / 1914, ’79 Zürich, Kunsthaus (Kat.) / 1917 Winterthur, Kunstmus. (Kat.) / 1917, ’38 Zürich, Kunstmus. (Kat.) / 1919 (Kat. mit Text H. Hesse), ’38, ’43, ’58 Bern, Kunsthalle (Kat.) / 1920 Zürich, Gal. Wolfsberg (Kat.) / 1926 Lugano, Soc. Ticinese per le B.A. / 1928, ’48, ’68 Bern, Kunstmus. (Kat.) / 1932 Paris, Gal. P. Petit (Kat.) / 1938 Solothurn, Kunsthalle (Kat.) / 1940 Zürich, Gal. Aktuaryus / 1952 Chur, Kunstmus. / 1954 New York, Gal. St. Etienne (Kat.) / 1957 Aarau, Gewerbemus. / 1962 Zürich, Gal. Keel (Nachlaß); Gal. Wolfsberg (Nachlaß) / 1964 Solothurn, Gal. Bernard / 1965 ebd., Berufsschule (Kat.) / 1967, ’72 Zürich, Gal. Orell Füssli / 1968 Thun, Kunstslg (Kat.) / 1971 Cambridge, Kettle’s Yard Gall. (Kat.; zus. mit G. Giacometti) / 1973 Pennsylvania State Univ.; Harvard Univ.; Utica, N. Y.; New York, Guggenheim Mus. (Kat.; zus. mit A. und G. Giacometti) / 1976 Solothurn, Mus. (Kat.) / 1979 Berlin-West, Brücke-Mus. (C. A. und die Brücke; Kat.) / 1982 Pont-Aven, Mus. (Kat.). – G: Paris: 1889 Salon des Artistes Franç.; 1893, 1907, 08, ’09 Salon des Indépendants; 1900 Weltausst. / 1897, 1901, ’09, ’13 München, Internat. Kunstausst. / 1898 Zürich, Künstlerhaus (zus. mit F. Hodler, G. Giacometti) / 1901 Dresden, Internat. Kunstausst. / Wien: 1901-02, ’04 (30 Werke) Secession; 1909 Gal. Miethke, Internat. Kunstschau; 1957 Albertina, Expressionisten / 1904 Prag, Künstlerhaus; Düsseldorf, Internat. Kunstausst.; Karlsruhe, Bad. Kunstver. / 1904, ’06, ’10 Berlin, Secession / 1907 Dresden, Gal. Richter: Brücke / 1910 Leipzig, Städt. Kaufhaus, Secession; Budapest, Nat. Salon / 1911 Rom, Internat. Kunstausst. / 1911, ’62 Köln, Wallraf-Richartz-Mus. / 1912 ebd., Sonderbund; Amsterdam, Stedelijkmus.: Internat. Kunstausst. / 1913 Frankfurt, Kunstver. / 1919 Bratislava, Preßburger Kunstver. / 1922 Leipzig, Kunstver.; Wiesbaden, Neues Mus. / 1925 London, Burlington House, RA; Karlsruhe, Städt. Ausst. / 1930 Pittsburgh, Carnegie Internat. / 1934, ’54 Venedig, Bienn. / 1934 Toledo (Ohio), Carnegie Internat. 33 / 1934-35 Zürich, Kunsthaus: Neue Schweizer Wandmalerei (14 Werke) / 1939 New York, Brooklyn Mus. / 1949 Stuttgart, Sonnenhalle, Slg H. Borst / 1950 Bern, Kunsthalle: Les Fauves / 1953 Baden- Baden: Schweizer Kunst der Gegenwart / 1958 Essen, Folkwang Mus.: Die Brücke / 1959, ’66 London, Tate Gall. / 1960 Aarau, Kunstver., Jubiläumsausst. (54 Werke) / 1966 Zürich, Kunsthaus: Gauguin- Kreis / 1975 Winterthur, Kunstmus.: Expressionismus in der Schweiz (18 Werke) / 1980 Münster, Kunstver.: Reliefs-Formprobleme zw. Malerei und Skulptur im 20. Jh. (Kat.).
BIBLIOGRAPHIE ThB I, 1907; Vollmer I, 1953. Brun, SKL I, 1905, 27, 646; II, 1908, 702 (Erg.); HBLS I, 1921; Édouard- Joseph I, 1930; Aellen, 1932; Plüss/Tavel I, 1958; Kindler, ML I, 1964; Myers, DAA I, 1970. – J. Meier- Graefe, Die Weltausst. in Paris, P./L. 1900, 94; H. Kesser, Jb. der bild. Kunst 1904, 149, 153 s.; O. Miller, Die Schweiz 8:1904, 321 ss.; Kunst und Künstler 2:1904, 399, 406; H. Kesser, ibid. 4: 1906 (Febr.) 185-194; 8:1910, 146, 148, 151; id., Dt. Kunst und Dekoration 1907, 286-290; A. Gessler, ibid. 1907 (Aug.) 172 ss.; O. Miller, Voile Latine 5: 1909; R. Klein, F. Hodler und die Schweizer, B. 1909, 50-56; W. Schäfer, Rheinlande 10:1910, 245-248; 20:1920 (Jan.) 1-12; J. Widmer, ibid. 10:1910, 257 bis 260; O. Miller, Mein Verhältnis zur Kunst, Frauenfeld 1910; L. Brieger-Wasservogel, Nord und Süd 1910 (2) 78; P. Godet, Art Décoratif 27:1912 (Mai) 279-288; E. von Sydow, C. A., Straßburg 1913; H. Graber, Schweizer Maler, Königstein/L. 1913, p. VI s., 18-22; F. Burger, Cézanne und Hodler, M. 1913, 41920, 77 s., 126; O. Miller, Von Stoff zu Form, Frauenfeld 41913; id., Persönliches aus meinem Verhältnis zur Amietischen Kunst, Privatdruck 1914; W. Wartmann, Das Kunsthaus 1914 (1) 1-4; A. Frey, Briefe A. Weltis, I, Z./L. 1916; II, 1920, passim; O. Miller, Schweizerland 1917 (2) 112-122; G. Reinhart- Fink, Selbstbildnisse Schweizer Künstler der Gegenwart, Z. 1918, 73 ss.; H. Graber, Das Kunstbl. 1918 (7) 212 s.; H. Bloesch, Das Werk 6:1919, 81-85; 1928, 184-189; W. Reitz, Die Schweiz 23:1919, 387 bis 394 (10 Abb. zur Jungbrunnen-Dekoration); R. Nicolas, Vell i Nou 1:1920 (7) 240-246; W. Wartmann, Schweizerland 1920, 498-505 (Slg Kisling); U. W. Züricher, Kunst und Kunstpolitik in Bern, Olten 1920, 15 s.; O. Miller, C. A., Frauenfeld 1920; F. Medicus, Neujahrsbl. der Zürcher Kunstges. 1921; H. Trog, Die Schweiz 1923, 147 ss.; GBA 1923, 203; F. Kervin (Ed.), W. Balmer in seinen Erinnerungen, Erlenbach/Z./L. 1924, 203, 218-221, 223, 258; W. Schäfer, Die mod. Malerei der dt. Schweiz, L. 1924, 57-62; C. von Mandach, C. A., Bern 1925; O. Miller, Persönl. Erg. zu Dr. C. von Mandach "Die Grundzüge der Amietschen Kunst", Privatdruck 1925; A. Michel, Hist. d’Art VIII, 1926, 876 s.; W. F. Storck, Velhagen & Klasings MH 41:1926/27, 80, 86; M. Raynal, Anthologie de la peint. en France, 1927; C. Blass, Oschwander Erinnerungen, Frauenfeld/L. 1918; W. Adrian, Weltchronik 1928 (13) 270 ss.; R. Messer, Die Kunst 29:1928, 113-120; R. von Tavel, Die Garbe 11:1928, 585 s.; W. Kern, Kunst in der Schweiz 3:1928 (4) 73-79; A. Weese, Velhagen & Klasings MH 42:1928 (7) 505-520; J. Widmer, Kunstwanderer 10:1928, 12-15; C. Loosli, Lueg nit verby-Solothurner Volkskal. 1929, 65-76; H. Bloesch, O Mein Heimatland 1929, 166-176; H. Müller- Schurch, Wand- und Glasmalerei bern. Künstler, Bern 1929, 3; G. Charensol, C. A., P. 1932, 32 Taf.; W. George, C. A., P. 1932; L’Amour de l’Art 1934, 425, 497 ss., 502; M. 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Günter Meißner
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