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Volz, Hermann (1847-1941),Grabmal des Archimedes in Syracus,

Volz, Hermann (1847-1941) nach Friedrich von Gärtner (1791-1847)

Hermann Volz (* 31. März 1847 in Karlsruhe; 11. November 1941 in Karlsruhe) war ein deutscher Bildhauer, dessen Werk auch auf der Großen Deutschen Kunstausstellung präsentiert wurde. Ehemaliges Scheffel-Denkmal in Karlsruhe um 1900 Ehemaliges Scheffel-Denkmal in Karlsruhe um 1900 Hermann Volz begann nach dem Studium der Architektur am Polytechnikum Karlsruhe eine Ausbildung zum Bildhauer in den Steinhäuserschen Lehrwerkstätten. 1877 brachte ihm das Kriegerdenkmal am Ettlinger Tor in Karlsruhe seinen ersten großen Erfolg und Durchbruch. In der Folge erhielt er 1879 eine Anstellung an der Karlsruher Kunstgewerbeschule. Er unterrichtete als Professor von 1880 bis 1919 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.

Gärtner, Friedrich von, dt. Architekt, *10.12.1791 (nicht 1792) Koblenz, 21.4.1847 München. Sohn des Architekten und Hofbauintendanten Johann Andreas G., Vater des Archit.- und Lsch.-Malers Friedrich G., Schwager des Schlachten- und Genremalers Peter von Hess. Stud.: 1808-12 an der Bauschule der ABK München bei Carl von Fischer; 1812-14 Studienaufenthalt in Karlsruhe bei Friedrich Weinbrenner und Studienreise nach Paris mit Kontakten zu Jean-Nicolas-Louis Durand, Jean-Baptiste Rondelet, Charles-Pierre-Joseph Normand und Charles Percier. 1814-17 Italienreise mit Protektion durch Martin von Wagner (weitere Italienreisen 1827, '35 und '39); 1818 Baupraktikant bei Leo von Klenze in München; 1819-20 Studienreise nach England, Kontakt zu Charles Robert Cockerell; 1820 Prof. für Archit. an der Münchner AK (Nachfolge C. von Fischer). Ab 1822 künstler. Leiter der Nymphenburger Porzellan-Man. und techn. Leiter der Glasmalereianstalt München. 1823 mit P. von Hess Gründer des Münchner KV; 1827 Übernahme der Gesamtinspektion der Nymphenburger Man., 1829 Berufung in den Baukunstausschuß, ab 1836 Oberbaurat und Generalinspektor der plast. Denkmale Bayerns (Nachfolge Sulpiz Boisserée). 1835-36 und 1840-41 Griechenlandreisen, ab 1841 Dir. der ABK. G. wurde ab frühester Kindheit vom Vater unterrichtet, der auch die spätere akad. Ausb., die Aufenthalte in Paris und Italien langfristig durch den Aufbau von Beziehungen (bes. zu Johann Martin von Wagner) vorbereitete. Der Vater vermittelte außerdem Wettb.-Teiln., etwa für die Walhalla (1815/16), und sprach bei Hof mehrfach um Anstellungen für den Sohn vor. G.s Ausb. kann, gerade in der Kombination der von den versch. Lehrern vermittelten Lehrmeinungen und Entwurfspraktiken, als die beste bezeichnet werden, die zu dieser Zeit möglich war. Alle theoret. und bauprakt. Ansätze G.s lassen sich auf diese fundierte Ausb. zurückführen, waren gleichwohl aber der in München durch Ludwig I. betriebenen Kulturpolitik, die alle beteiligten Architekten in Konkurrenz hielt, ausgesetzt und den Wünschen und Planänderungen des Königs unterworfen. Viele Bauwerke lassen sich darum als Auseinandersetzung und Abgrenzung zu anderen in München vertretenen Archit.-Auffassungen verstehen. Als Akad.-Prof. und Dir., als Mitgl. des Baukunstausschusses und später als Generalinspektor der bayer. Denkmale konnte G. andererseits erhebl. Einfluß auf das Baugeschehen in Bayern und bes. in München nehmen. Die Arkaden der Ludwigskirche als Verbindung zu den das Pfarrhaus und das Wohnhaus G.s aufnehmenden Pavillons (1828-44), die Feldherrnhalle (1837-44) und die Arkaden am Campo Santo auf dem Alten Südl. Friedhof (1844/45; nach Kriegszerstörung z.T. wiederhergestellt 1953/54) in München wie auch der Kursaal und der Arkadenbau in Bad Kissingen (1833-38) zeigen die Bedeutung, die G. dem Rundbogenstil insgesamt und bes. Arkadengängen als Ausdruck einer konstruktiven, raumbildenden Archit.-Auffassung, auch im Sinne einer bürgerl. Nutzung des Stadtraumes, beimaß. Als bedeutend für das Werk G.s wie all seiner Zeitgenossen kann in diesem Zusammenhang die Publ. "Édifices de Rome moderne" von Pierre Marie Le Tarouilly aus dem Jahr 1829 angesehen werden. Diese Publ. führte bei G. zu einem völlig anderen Umgang mit vorbildl. Bauten der Renaiss. als etwa Klenze sie vertrat. G.s Bauten am Univ.-Forum (1827-40), die Bayer. Staats-Bibl. (1827-43), das Blinden-Inst. (1833-37), das Damenstiftsgebäude (1835-39) und die General-Bergwerks- und Salinen-Administration (1836-43), alle an der Ludwigstraße in München, beziehen sich mit ihren Geschoßeinteilungen, dem Einsatz von Lisenen und Gesimsen zur Rhythmisierung der Fassaden, den Fensterformen und ihren Verdachungen, dem Einsatz von Rustika und Sichtbackstein auf diese Publ., wobei G. gerade im Umgang mit dem Backstein zu völlig anderen Lösungen kam als etwa die von Schinkel in Berlin angewandten. Die Bauten G.s an der Ludwigstraße zw. dem Siegestor (1840-52) und der Feldherrnhalle (1840) am Odeonsplatz mit dem von Ludwig I. gewünschten historist. Bezügen zum Triumphbogen des Konstantin in Rom und der Loggia dei Lanzi in Florenz unterliegen zugleich einer maler. Auffassung von Archit., die Blickachsen und Fernwirkung gezielt nutzt. Sie gehen auf einen von Klenze ausgeführten Generalplan für die Ludwigstraße zurück, die im südl. Teil von Bauten Klenzes, im nördl. Teil von Bauten G.s geprägt wurde. Dabei spielten die Türme der in Sichtnähe liegenden und auch für weitere Einzelformen als Vorbild herangezogenen Theatinerkirche für den Bau der Ludwigskirche eine ebenso große Rolle wie die Rhythmisierung des Straßenbildes durch die nach Vorbild der Renaiss.-Pal. freistehenden Repräsentationsbauten und die mit Brunnen versehene Öffnung der Straße zur Platzanlage des Univ.-Forums. Zugleich zeigen die Bauten der Ludwigstraße, bes. die Staats-Bibl. mit ihrer vorgeblendeten Sichtbacksteinfassade, einen sehr aufwendigen Umgang mit Einzelformen und Bautechnik. Mit ihrem nach der Lehre von Durand angelegten Grundriß, der strengen Systematik der Raumfolgen, dem auch für die Fassaden-Gest. prägenden Konstruktionssystem und v.a. der einläufigen Treppenanlage gilt die Staats-Bibl. als Hw. G.s. Der Umgang mit Bauornamentik ist dagegen zeitgen. Stich-Publ. zu ma. Archit., bes. den Werken von Sulpiz Boisserée, dem G. im Amt des Generalinspektors der plast. Denkmale Bayerns nachfolgte, verpflichtet und führte etwa bei der Feldherrnhalle (1840) zu aufwendigen und in dieser Ausprägung höchst ungewöhnl. Dekorationssystemen. Diese Bauornamentik, auch an der Ludwigskirche (1829-44) und der Univ. (1835-40) eingesetzt, unterscheidet sich erhebl. sowohl von den allein der Antike verpflichteten Ansätzen seines Lehrers C. von Fischer als auch von denen von Klenze oder Schinkel. Gleichwohl ließ G. als Akad.-Lehrer die Schüler nach seinen Archit.-Zchngn antiker Bauornamentik und der Säulenordnungen kopieren, so wie C. von Fischer es auch getan hatte. Beide bezogen ihre Vorlagen im wesentlichen aus den "Édifice antique de Rome" von Antoine Desgodetz und den Werken anderer Archit.-Theoretiker. Das Pompejanum in Aschaffenburg (1839-50) sowie das Kgl. Schloß in Athen (1836-43) belegen mit der von Ludwig I. gewünschten Beschränkung auf antike Formen unter Einbezug zeitgen. Forschungsergebnisse, auch zur Polychromie, sowie eig. Vermessungen antiker Bauwerke, daß G. diesen Formenkanon und die zugehörigen Entwurfstechniken in umfassender Weise beherrschte und für die Lehre der Archit. auch weiterhin als maßgebl. betrachtete. G. theoret. Ansichten über die Entwicklung der Archit. hin zu einem "gereinigten Stil" unter Verwendung von Arkaden und Gewölben zeigt die Herkunft von und krit. Auseinandersetzung mit den Lehrmeinungen von Weinbrenner, dessen Schüler Heinrich Hübsch, Georg Moller, Alexis de Chateauneuf sich ebenso wie G. von einer streng klassizist. Archit.-Auffassung abwandten, dies wohl unter dem Einfluß des Lehrwerks von Durand und der Aufwertung der Konstruktion und des Materials im Archit.-Diskurs der Zeit. Die 1828 erschienene Schr. "In welchem Style sollen wir bauen?" von Hübsch kann nicht als Auslöser der Positionen G.s, sondern lediglich als zeitgleiche theoret. Äußerung angesehen werden. Bauprakt. Lösungen sind bei G. außerdem zurückzuführen auf das 1802-17 in Paris erschienene Werk "Traité théoretique et pratique de l'art de bâtir" von Jean Baptiste Rondelet, außerdem auf die "Theoret.-prakt. Bürgerl. Baukunst" (M. 1821-27) des Münchner Archit.-Theoretikers Carl Friedrich von Wiebeking. Diese Ansätze wirkten sich ebenso wie die von Boisserée vertretene hist.-typolog. Rekonstruktionsmethode im Umgang mit überkommener Bausubstanz auf die bereinigenden Rest. aus, die G. an den Domen in Regensburg (1827-39), Bamberg (1834-37) und Speyer (1840-58) durchführte. Die Bauten an der Ludwigstraße wurden ebenso wie die Rest. des Isartores (1831-35) von der zeitgen. Kritik ausführl. beschrieben, auch nach G.s Tod fand sein Werk in den Zss. Beachtung. G. hatte, auch durch die Bautätigkeit seiner Schüler, etwa Friedrich Bürklein, August Voit und Gottfried Semper, erheblichen Einfluß auf die historist. geprägte Archit. des mittleren 19. Jh. in den deutschen Staaten, Schweden, Ungarn, Griechenland und den USA. Auch die sog. Hannoversche Schule war durch G.s Schüler Conrad Wilhelm Haase und Hermann Hunaeus geprägt. Der Rundbogenstil in der von G. propagierten Form wirkte schulbildend. Als ebenso einflußreich erwiesen sich neben den Bauten der Ludwigstraße das nach antiken Vorlagen ausgef. Pompejanum, das engl. und venezian. Gotik zitierende Wittelsbacher-Palais in München (1843-48; nicht erh.) sowie die durch G.s Schüler ausgef. Wohnbauten.

Syracus
Grabmal des Archimedes in Syracus, Jugendarbeit des späteren Bildhauers Hermann Volz
The crypt of Archimedes in Syracus

Tuschzeichnung, signiert, datiert , restaurierte Fehlstelle, vgl. dazu Inkunabel der Lithografie von Gärtner mit gleichem Motiv , Winkler 243/13
Ink, signed, Restauration in the upper middle

Enstehungszeit / time of origin: 1860
Größe/size (in cm.) ca.:27x36

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