|
Bonasone, Guilio (1500-1574) nach Francesco Mazzola ( Parmigianino )
Der Maler Parmigianino, dessen eigentlicher Name Francesco Mazzola lautete, wurde am11. Januar 1503 als Sohn einer Künstlerfamilie in Parma geboren. Nach dem Tod seines Vaters Filippo wurde er der Obhut seiner Onkel Pier Ilario und Michele Mazzola übergeben, die ebenfalls als Maler tätig waren. Sein künstlerischer Werdegang wurde hauptsächlich durch den Kontakt mit den Werken des Correggio in Parma geprägt.
Nach einer intensiven Schaffenszeit in seiner Geburtsstadt ging er 1524 nach Rom, wo er bis zur Plünderung Roms 1527 blieb. In diesen 3 Jahren tat sich Parmigianino unter den jüngsten Vertretern der römischen post-raffaelesken Schule hervor und stand wahrscheinlich in engem Kontakt mit Perin del Vaga und Rosso Fiorentino, die sich ebenfalls in Rom aufhielten.
Ab 1527 war er in Bologna tätig und kehrte 1531 in seine Geburtsstadt zurück, wo er mit der Anfertigung eines Freskos in der Chiesa della Steccata beauftragt wurde. 1539 wurde ihm dieser Auftrag wieder entzogen, da es ihm nicht gelang, die Arbeiten zu Ende zu führen. Offenbar hatte sich Parmigianino in jenen Jahren der Alchimie zugewandt und seine künstlerischen Verpflichtungen vernachlässigt. Diese okkulte Pseudowissenschaft stellte für ihn vielleicht einen Ersatz für eine religiöse Erfahrung dar, welche die Kirche seiner Zeit seinem unruhigen Geist nicht bieten konnte
Wegen der rechtlichen Schwierigkeiten, die ihm aus der Nichterfüllung des Auftrages entstanden waren, flüchtete Parmigianino nach Casalmaggiore, wo er ca. ein Jahr später im Alter von nur 37 Jahren starb.
Bonasone, Giulio, Maler und Kupferstecher, geb. zu Bologna, gest. zu Rom, ein Schüler von L. Sabbatini, arbeitete zwischen 1521—1574. Er war der erste Kupferstecher, der darauf ausging, den Effekt des Kolorits im Kupferstich hervorzubringen, dabei aber im Vortrag schon etwas manieristisch wurde. Im Geschmack Marc Antons stach er sowohl nach eigenen Erfindungen, als nach Zeichnungen, die er nach den Werken anderer Meister, oft mit willkürlicher Änderung oder Weglassung, und meistens nur das Figürliche ausführend, die Nebendinge, landschaftlichen Gründe u.s.w. vernachlässigend, biblische Geschichten, Madonnen, Bildler von Heiligen, mythologische und historische Darstellungen, Porträts und Architektonisches. Bartsch verzeichnet in seinem „Peintre graveur" 354 Kupferstiche dieses Meisters. Zu seinen vorzüglichsten Arbeiten (von denen mehrere nebenstehendes Monogramm tragen, andere mit den Anfangsbuchstaben seines Namens oder Julio b. f., IVLIO. B. F. bezeichnet sind) gehören: der Sieg Konstantins über Maxentius (1544) und eine Pietà nach Raphael; Judith mit ihrer Magd am Zelt des Holofernes, nach Michelangelo; die Eroberung von Troja, nach Primaticcio; die Geburt des h. Johannes des Täufers, nach Pontormo; die Flucht der Clelia aus dem Lager des Porsenna, nach Polidoro da Caravaggio; eine heil. Familie (1570); die Liebe in den elysäischen Feldern (1563); Apollo auf seinem Wagen, von den Hören gezogen; ein Silen auf einem Esel, von Bacchantinnen begleitet; Cupido in dem Wagen; der Triumph der Liebe (1545); Saturn auf Wolken; Pan sitzt bei einer Nymphe.
(his real name was Francesco Mazzola), he was born in Parma on 11th January 1503, belonging to a family of artists; after the death of his father Filippo he was placed under the care of his uncles Pier Ilario and Michele Mazzola, painters.
His education occurred mainly due to the contact with the work of Correggio in Parma. In 1524, after a period of noteable work in the city, he moved on to Rome, staying there until the famous “sacco” of 1527.
In these years the Parmigianino made himself known amongst the youngest representatives of the post-Raffaelesca Roman school, probably in close contact with Perin del Vaga and Rosso Fiorentino, also present in Rome.
After having moved on to Bologna in 1527, he returned to his native city in 1531, where he was ordered to carry out the affresco work on the “Chiesa della Steccata”, a duty from which he was exempted from in 1539 not managing to finish the work. In fact it seems that during those years, the artist was so absorbed by the study of alchemy that he let his duties go as a painter; this pseudo-scientific cult which for him was part of a personal substitute of that religious experience that the Church at that time couldn’t offer his worrying nature.
Worried about all his legal problems which arose regarding his non-fulfilment of contract, Parmigianino found refuge at Casalmaggiore, where he died about a year later
at the early age of 37.
signiert: .F.PARMISEANINO.I.VINTOR IVLIO.BOLGNESI.F 1546
Biblical scene
Kupferstich, beschnitten, kleine, hinterlegte
Wurmlöcher und Fehlstellen
Copperplate, trimmed, backed, some Wormholes and missing
parts
(Nähere Erklärungen zu graphischen Techniken s. Leiste links)
(More explanations about graphic-techniques see left column))
Enstehungszeit / time of origin: 1545
Größe/size (in cm.)
ca.:24x5x34,3
Preis/Price:
€ 650,00
Best.Nr./Order#: 004548
Information anfordern / Get more info
Artikel in engere Wahl / add to
shopping cart (without obligation until placing of order)
(Uses
JavaScript and Cookies)
Zurück zur Liste / Back to
previous list
Komplette Seite mit allen Informationen laden
Load the full page with all information