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Bry, Johann Theodor de (1561-1623),,

Bry, Johann Theodor de (1561-1623)

Bry, Johann Theodor de, *1561 Straßburg, †1623 Bad Schwalbach. Sohn von 3. Nach dem Tode des Bruders Johann Israel 1609 zog er mit dem Verlag nach Oppenheim (1619 Rückkehr nach Frankfurt). 1617 Schwiegervater von Matthäus Merian, d.Ä., der nach B.s Tod auf Bitten der Witwe den Verlag übernahm. B.s Hw. sind die schon von seinem Vater begonnenen Großen Reisen, die er mit dem Bruder fortführte. Weitere bed. und erfolgreiche Editionen waren das Florilegium Novum (1.Aufl. 1612), die Atalanta fugiens oder Emblemata Nova des Michael Meier (1617), sowie das Theatrum anatomicum des Botanikers und Anatomen Caspar Bauhin (1621). Außerdem verlegte er mehrere Werke des rosenkreuzerischen Philosophen Robert Fludd. Unter Mitarb. von Matthäus Merian entstanden 1619 Ovids Metamorphosen und das Emblematum Ethico-Politicorum des J.W. Zincgref.

Hans Staden versucht an Bord eines französischen Schiffes zu gelangen

Hans Staden 1525 - 1576
Um 1547 machte sich Hans Staden aus Homberg an der Efze Gedanken, wie er nach Indien kommen könnte. Er fuhr über Bremen und Holland nach Portugal und fand dann aber nur ein Handelsschiff, das ihn nach Nordostbrasilien mitnahm. Nach seiner Rückkehr trat er in spanische Dienste und fuhr mit der Flotte von Diego de Sanábria, des neuernannten Statthalters für das La Plata-Gebiet, zum zweiten Mal nach Südamerika. Auf der Höhe von Paranaguá, Hafenstadt im heutigen Bundesstaat Paraná, geriet die Flotte in einen Sturm. Hans Staden konnte dort landen und ein Ersatzschiff in São Vicente beschaffen. Bei Itanhaém, südlich von São Vicente, erlitt er jedoch 1549 wieder Schiffbruch, deshalb kehrte er an den Ausgangspunkt zurück. Damals lebten die Siedler um São Vicente in Ängsten vor Überfällen der Tupinambá-Indianer, die unter Leitung des mächtigen Häuptlings Cunhambebe standen. Auf der etwas weiter nördlich gelegenen Insel Santo Amaro wurde deshalb beim heutigen Guarujá eine Befestigung aus Palisaden vor Bertioga angelegt. Die Festung war lebenswichtig für São Vicente, weil die Indianer den schmalen Kanal zwischen Festland und Insel nutzten, um die Siedlung anzugreifen. Hans Staden übernahm die Festung 1552 als Kommandant. Sie lag, wie er später schrieb, "dort, wo sonst kein Portugiese herein wollte". Das Festungswerk war das erste portugiesische Fort in Südbrasilien, genannt "Forte de São Felipe". Ein Jahr später wurde er auf der Jagd von den Tupinambá-Indianern gefangengenommen und gen Norden in die Gegend, wo heute die Stadt Ubatuba liegt, verschleppt. Dort verbrachte er über zehn Monate bei den damaligen Menschenfressern. Er konnte nur überleben, weil er sich mit dem Medizinmann befreundete und dadurch respektiert wurde. Nach seiner Befreiung kehrte er 1555 nach Deutschland zurück. Hans Stadens Bekanntheit ist auf die intensive Beschreibung seines Aufenthalts in Brasilien zurückzuführen, die er 1557 drucken liess. Sein Buch "Wahrhaftige Historia..." hat mehr als 80 Auflagen erlebt, davon 15 in portugiesischer und 25 in deutscher Sprache. Es ist das älteste Werk mit einer genauen Beschreibung der Urbevölkerung Brasiliens. Die "Wahrhaftige Historia..." beschreibt das Land, seine Tier- und Pflanzenwelt, die Hans Staden mit fast wissenschaftlicher, neuzeitlich wirkender Schärfe zwischen São Vicente und Ubatuba beobachtete

Staden tries to get aboard a French ship

Staden tries to get aboard a French ship

When a French ship from Rio de Janeiro, in search of brazil wood, peppers, parrots and monkeys passed by, Staden attempted to get aboard. Having escaped from the Indians, he swam out and begged to taken aboard but the sailors refused him. Dejectedly, he had to return eventually to the shore and the waiting Indians. In fear of his life, he managed to explain the incident away to them by saying he had swam out to beg the sailors for food and other supplies for them but that they had refused. They seemed to believe he was their ally after all. Page 47 (15.7x19.0), from Part III(g), first published in 1592, with Latin text, also page 50 in 1593 with German

Kupferstich
copperplate

(Nähere Erklärungen zu graphischen Techniken s. Leiste links)
(More explanations about graphic-techniques see left column))


Enstehungszeit / time of origin: 1592
Größe/size (in cm.) ca.:15,7x19,


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