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Unbekannter
Künstler / unknown artist,Ruine Girbaden,Chateau de Guirbaden

Unbekannter Künstler / unknown artist

Mollkirch / Elsass - Frankreich
Ruine Girbaden
Mollkirch in France
Chateau de Guirbaden

Die Burg, eine der umfangreichsten im Elsass, bestand in Wirklichkeit aus drei Schlössern, die durch drei tiefe Einschnitte von einander getrennt und doch auch alle drei durch dreifache parallele Ringmauern vereinigt waren. Die ganze Felsmasse misst 260 m Länge auf 60 m Breite. Der sehr interessante Burgweg zieht längs einer ersten Ringmauer hin. Durch fünf Tore hindurch gelangt man in das Innere der festen Burg. Die zweite Burg war ganz symmetrisch. Ein geräumiger rechtwinkliger Hof ist von dicken Mauern umschlossen. Auf der einen Seite befanden sich die Nebengebäude der Dienstleute, auf der anderen das Waschhaus und die Stallungen. Am Eingange bemerkt man auch einen jetzt verschütteten Brunnen. Das Meisterstück dieses zweiten Baues war jedoch der Palas, die Wohnung des Burgherrn, mit seinem geräumigen Rittersaale. Das schöne romanische Fenster an der Südfront gibt einen Begriff verschwundener Pracht und Kunst. Wenn wir von der zweiten Burg in die dritte, d. h. in die Vorburg treten, die wohl die älteste zu sein scheint, so befinden wir uns plötzlich wie auf einer großen grünen Wiese. Es ist der von allen Seiten mit Ringmauern umgebene geräumige Burghof, der wohl für Turniere und Festlichkeiten am geeignetsten war. Die Ruine Girbaden wird im Volksmunde auch Veltenschloss genannt nach der Valentinskapelle (St. Velten), einem beliebten Wallfahrtsort bei Tierkrankheiten. Die Burg, auf den Resten eines römischen Kastells erbaut, wird zuerst 1056 als castrum Burckberck erwähnt (1192: Girebaden). ursprünglich war sie Besitz der Grafen von Egisheim-Dagsburg. Die damals aus Alt- und Neu-Girbaden bestehende Burg kam nach dem Aussterben dieses Geschlechts an das Bistum Straßburg. 1226 verzichtete Kaiser Friedrich 11. auf seine Burgrechte zugunsten des Bischofs. Seitdem blieb die Burg im bischöflichen Besitz, wurde jedoch später verlehnt. Bischöfliche Burgvögte waren seit 1240 die von Baldeburne (Balbronn), im 14. Jahrhundert u. a. die von Hohenstein, von Rosheim, von Balbronn, Burggraf von Dorlisheim, die von Hermolsheim und die Flesche von Bischofsheim. Über ein Jahrhundert (von 1336 - 1457) hatten auch die von Müllenheim Anteil an Girbaden. 1477 belehnte der Bischof die Herren von Rathsamhausen zum Stein mit Burg und Herrschaft, und im Besitz dieses zur Reichsritterschaft gehörigen Geschlechtes blieb sie bis zu dessen Aussterben 1689. Später wurde das Schloss einem Herrrn von Chamlay verliehen, nach dessen Tode von Bischof Rohan eingezogen und seinen Verwandten, den Rohan-Soubise, gegeben, die es bis zur Revolution besaßen. Das Schloss wurde im Dreißigjährigen Krieg am 14. September 1633 von den bischöflichen Truppen zerstört.

Stahlstich
steel engraving

(Nähere Erklärungen zu graphischen Techniken s. Leiste links)
(More explanations about graphic-techniques see left column))


Enstehungszeit / time of origin: ca. 1840
Größe/size (in cm.) ca.:8,5x10,5


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