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Unbekannter
Künstler / unknown artist,Ferdinandsbrunnen bei Auschowitz,Ferdinand Spring, situated in the
centre of ésovice

Unbekannter Künstler / unknown artist

Marienbad in Böhmen
Ferdinandsbrunnen bei Auschowitz
Marianske Lazne in Bohemia
Ferdinand Spring, situated in the centre of Usovice

Externer Link

Erste authentische Nachricht über den Ferdinandsbrunnen

Die ersten authentischen Nachrichten über unsere Quellen betreffen den zwischen Marienbad und Auschowitz gelegenen Ferdinandsbrunnen und betrachten denselben sonderbarer Weise als eine Salzsoole, aus welcher sich Kochsalz gewinnen liesse. König Ferdinand I. wollte in väterlicher Fürsorge seinem reichgesegneten aber an Salz armen Königreiche Böhmen auch die Wohlthat und Ehre eigener Salzerzeugung verschaffen. Auf seine diessbezügliche Aufforderung berichtete der Abt Anton von Tepl (1526-1535) an den kaiserlichen Beamten Christof von Genndorf über das Vorhandensein einer vermeintlichen Salzquelle auf seinem Territorium, worauf der Kaiser in einem eigenhändig signierten Schreiben den Abt beauftragte, er moge den kaiserlichen Kammerboten zu diesem Brunnen geleiten lassen, damit er daraus das zur Anste11ung von Versuchen nötige Wasser schöpfe. Das Schreiben lautet also: "Ferdinand von Gots Gnaden zu Hungarn, Beheim etc. Kunig, Infant in Hispanien, Ertzherzog zu Oesterreich, Marggraff zu Maehern etc. Andechtiger, getrewer Lieber. Uns hat Christoff zu Genndorff vnderricht, welchemassen du jme angezaiget, das du auff deinen vnd des Convents zu Toepel grunten einen Salzprunnen, wie du dich bedunkhen lassest, haben sollest. Vnd dieweil wir dann bedenkhen, ?as wir vns vnd vnserm Kunig- Reich zu Beheim nicht kleinen nutz vnd Fürderung durch ein Saltz-Perckwerg oder Saltz-Syeden auffrichten moechten demnach empfelhen wir dir mit Ernnst vnd wollen, das du Vnverzug fürderlich diesem gegenwaertigen unserm Camerpoten zu denselben Saltz-Prunnen zu fueren verordnest vnd jme gelegenhait der sachen chains wegs verhaltest. Davon soll er Wasser in Flaschen schoepffen vnd vns weitter zu unser notturfft zuversuechen vnd zuermustern ueberandwortten. Daran thuest du unser Ernnstliche maynung. Geben auff unsern khunigelichen Sloss zu Prag am XXVII tag Aprilis Anno 1528. Unserer Reiche im Anndern. Ferdinand vidit Joannes de Wartenberk. Ad mandatum regiae majestatis: Ziabka de Limperg. (Die Fussnote) "Das Originale befindet sich im Stiftsarchive. In margine steht: "Scribitur Abbati monasterii Tepl de quodam fonte salis noviter invento, quatenus de illa aqua ad probam, si exinde sal excoqui possit, Pragam duas lagenas mittat." Über das Resultat der mit dem Ferdinandsbrunnen zur Gewinnung von Kochsalz angestellten Versuche haben .wir keine Kunde. Nach dem damaligen Stande der Chemie mochte es befriediget haben. Denn gewiss ist, daß man an Ort und Stelle selbst Vorbereitungen zur Salzerzeugung machte. Als nämlich im Jahre 1819 der Ferdinandsbrunnen neu gefasst wurde, fand man eine alte Verschrottung aus starken Kieferbrettern, welche inkrustiert und von der Salzsäure geschwärzt, sonst aber gut erhalten war. Erst eine längere Erfahrung dürfte gezeigt haben, daß das Wasser wohl reich an Glaubersalz sei, aber einen zu geringen Gehalt an Kochsalz mit sich führe. Demungeachtet wurde der Versuch zur Gewinnung von Kochsalz nochmals wiederholt, wie wir weiter unten sehen werden.

Lithografie
Lithograph

(Nähere Erklärungen zu graphischen Techniken s. Leiste links)
(More explanations about graphic-techniques see left column))


Enstehungszeit / time of origin: ca. 1840
Größe/size (in cm.) ca.:8,5x10


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