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Amling (Ambling), Carl Gustav von (1650-1703) nach Candid,Rückzug Barbarossas an der
Veroneser Klause im Jahre 1155,preventing a defeat of Emperor Frederick I near Verona in 1155

Amling (Ambling), Carl Gustav von (1650-1703) nach Candid

Amling (Ambling), Carl Gustav (von), dt. Kupferstecher, Zeichner, *vor 25.3.1650 (get.) Nürnberg, †1.1.1703 München. Sohn eines aus Coburg stammenden bayer. und kaiserl. Offiziers. In jungen Jahren Übersiedlung nach Bayern (München?), Konversion und Besuch eines Jesuitengymnasiums; Beschäftigung mit dem Kupferstich. Mit Unterstützung des Kurfürsten von Bayern Weiterbildung als Stecher in Lüttich (wohl bei M. Natalis), evtl. in Antwerpen (1668 Zahlung von 234 fl. an A., "Kupferstecher zu Andorf") und Paris (bei François – oder Nicolas? – Poilly). 1670 in Bonn belegt. Zum 1.10.1671 Einstellung als kurfürstl. Hofkupferstecher in München. Bis 1677 gelingt es A., seine Besoldung auf 400 fl. zu verbessern und als Wartgeld zu deklarieren (Arbeit für den Hof wird eigens bezahlt). Erst seit 1693 ist er verpflichtet, Aufträge mit dem Wartgeld zu verrechnen. Am 25.9.1673 Ehe mit Maria Regina, Tochter des für den Münchner Hof tätigen Juweliers Franz Oxner. Ab 1677 nennt A. sich gelegentlich "von" (ab) A., Erhebung in den rittermäßigen Adelsstand des Reiches aber erst am 22.10.1699. 1697 Ernennung zum bayer. Kammerherrn. Trotz der Besoldung sind unter A.s Arbeiten nur wenige Hofaufträge nachweisbar (Umarbeitung von Meyer 64 zu Meyer 65/71; großes Bildnis Max Emanuels, 1687; Teppiche nach Candid). A.s eigentliches Fach ist das Porträt, in dem er sich eng an frz. Vorbilder (v. a. Nanteuil) anschließt und das er oft nach eigenen Aufnahmen sticht. Unabhängig vom Stich entfaltet er eine umfangreiche Produktion von miniaturartigen, durchweg grau in grau mit dem Pinsel gearbeiteten Bildnis-Zchngn, die in ihrer physiognom. Eindringlichkeit und virtuosen Behandlung zu den besten Leistungen der Zeit gehören. Neben dem Porträtstich stehen Thesenbll., Darst. von Heiligen und Gnadenbildern (wohl meist im Auftrag bayer. Klöster), Titelblätter und Ill. zu geistl. Werken. Nur selten betritt A. das Gebiet der eigentl. relig. Gebrauchsgraphik. Die figürl. Partien seiner Stiche entstehen wohl immer nach fremder Erfindung, häufig nach dem befreundeten Joh. Andr. Wolff. Ab 1693 ist A.s Beschäftigung mit den seit 1650 in den Arkaden des Münchner Hofgartens hängenden Wandteppich- Kartons nach Entwurf von P. Candid belegt (Wittelsbacher- Historie; Monate; Jahreszeiten; Tag und Nacht). Ab 1695 sticht er die Reihe, wofür er, wohl auf eigenes Betreiben, einen kurfürstl. Auftrag erhält. Bei seinem Tode fehlen noch 9 der 32 Stücke; zwei Mitarbeiter stechen später noch 2 (oder 3?) Monatsdarst. (Juli unbez.; Mai und August kommen sowohl von G. S. Rösch wie von J. A. Zimmermann bez. vor). A.s Stiche überliefern drei nicht ausgef. Kartons nach Candid. A. ist in der 2. H. des 17. Jh. der bedeutendste süddt. Vertreter der frz. Kupferstichtechnik.

Otto I. von Wittelsbach

WEITERE INFORMATIONEN / MORE INFORMATION


Rückzug an der Veroneser Klause im Jahre 1155
Otto I Wittelsbach, Duke of Bavaria,
preventing a defeat of Emperor Frederick I near Verona in 1155

Kupferstich, Sammulnsstempel Emanuel Levy, New York, (Lugt 876)
Copperplate

(Nähere Erklärungen zu graphischen Techniken s. Leiste links)
(More explanations about graphic-techniques see left column))


Enstehungszeit / time of origin: ca. 1700
Größe/size (in cm.) ca.:26x43
Preis/Price:
€  250,00

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