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Bartolo di Fredi
(1330-1410) nach,bez:

Bartolo di Fredi (1330-1410) nach

Das Trinkgelage
bez:"Originalgemälde in der Galerie Paris" Bartolo di Fredi (Battilori), Sieneser Maler, *um 1330 Siena, †26.1.1410 ebd.(?). Erstmals 1353 erwähnt, als er zus. mit Andrea Vanni eine Werkstatt eröffnete. Er heiratete 1357. Von seinen Kindern überlebte ihn nur der Maler Andrea di Bartolo. B. gehörte wiederholt der Stadt-Reg. von Siena an. Seit 1355 in der Malerrolle verzeichnet. 1361 arbeitete er in der Sala di Gran Consiglio in Siena (nicht erh.). 1355 begann er einen Gem.-Zyklus mit Darst. aus dem AT für die Collegiata in San Gimignano (sign. und dat. 1367). Die Madonna della Misericordia (Mus. Diocesano, Pienza) von 1364 ist sein ältestes sign. und dat. Altarbild. Um 1367 malte er vier Heilige, die das Fresko der Maestà von Lippo Memmi im Pal. Pubbl. in San Gimignano flankieren. 1368 erhält er den Auftrag, einen Altar für die Kap. der Bäckerzunft im Dom zu Siena zu malen. Von 1377-80 arbeitete B. an den Fresken in Volterra. 1380 entstand der Altar für die Petrus-Kap. in S. Francesco in Montalcino, die den Fam. Griffi und Cacciati gehörte. Der Ciardelli-Altar ist 1382 dat. und sign. Dieses Altarwerk wurde von Cristoforo Costanti gestiftet und in seiner Fam.-Kap., die zu Ehren des franziskan. Lokalheiligen Philippo Ciardelli in S. Francesco in Montalcino errichtet wurde, aufgestellt. Am 9.5.1383 beauftragte die Compagnia di S.Pietro B. mit einem Altar für die Annunziata-Kap. in S. Francesco, Montalcino, der mit B.s Marienkrönungsaltar (Teile heute in versch. Mus.) ident. ist. Der Altar ist 1388 dat., laut Auftrag sollte er jedoch schon 1384 voll. sein. Dieser lange Zeitraum von der Auftragsvergabe bis zur Voll. ist durch B.s verstärkte polit. Aktivitäten in den Jahren 1383/84 zu erklären. 1385 wird er in die in Siena herrschenden polit. Wirren um das Governo degli Riformatori verwickelt. Nach dem Sturz der Riformatori wurde B. lt. Ratsprotokoll vom 25.4.1385 nach Pietra Santa verbannt. Bis zur Rückkehr E. 1385 dürften seine künstler. Aktivitäten eingeschränkt gewesen sein. Am 15.4.1389 bezahlt die Zunft der Schuhmacher Luca di Tommè, B. und seinen Sohn Andrea di Bartolo für einen Altar mit der Himmelfahrt Mariens für ihre Kap. im Dom zu Siena (verloren). 1392 wird B. für eine Petrustafel bezahlt. Er malte vermutl. zwei Heiligen-Taf. (Petrus und Paulus) für einen Altar, dessen zentrale Szene mit der Darst. im Tempel sechs Jahre später von Paolo di Giovanni Fei gemalt wurde. Den Altar für die Malavolti-Kap. in S.Domenico in Siena hat B. 1397 geschaffen. B. ist als der führende Maler der 2.H. des Trecento in Siena und Umgebung anzusehen. Er muß eine umfangreiche Werkstatt gehabt haben, der auch sein Sohn Andrea di Bartolo angehörte. Seine angesehene Position als Maler ist durch die versch. gen. Aufträge belegt. Bei dem Altar für die Petersbruderschaft waren die Auftraggeber sogar bereit, fünf Jahre auf die Fertigstellung zu warten, ohne den Auftrag anderweitig zu vergeben. Auch durch seine polit. Aktivitäten war B. bek. und hatte Kontakte zu versch. Auftraggebern. Seine Arbeiten zeigen eine noch enge Bindung an den Stil des frühen Trecento. Die Fresken in der Collegiata in San Gimignano zeigen Anlehnungen an Ambrogio Lorenzettis "Gute Regierung" im Pal. Pubbl. in Siena. In B.s Zyklus sind zudem fünf Szenen der Hiob-Gesch. eng angelehnt an die Taddeo Gaddi zugesprochenen Fresken dieses Themas aus dem Camposanto in Pisa. Es ist bemerkenswert, daß B. hier so deutlich auf einen Künstler der 1.H. des Trecento, zudem einen Florentiner, zurückgreift. B.s Freskenzyklus zeichnet sich durch eine Begabung für das Novellistische aus, die die Dramatik der einzelnen Szenen nahezu überdeckt. Die Betonung des Erzählerischen zieht sich durch sein ganzes Werk. B.s Kunst ist jedoch nicht an diesen Fresken zu messen, die Fig. wirken oft eckig und unbeweglich (dies geht jedoch zurück auf die Übermalungen bzw. Rest. im 18.Jh. und später). B.s Freskostil hat sich während seiner Malerlaufbahn nur wenig gewandelt. Hinzuweisen ist auf die Fresken in Volterra, die das selten dargestellte Thema eines Engelssturzes zeigen. Die Fresken in S.Michele in Paganico, die B. von Carli zugeschr. wurden, sind jüngst von Freuler Biagio di Goro Ghezzi zugewiesen worden. In den 70er Jahren wird B.s Stil zunehmend von Simone Martini geprägt, er übernimmt von ihm bes. in den Fig. die auf das Lineare ausgerichtete Kunstsprache. In jüngster Zeit gelangen einige wichtige Rekonstr. von Altarwerken B.s, die das Bild dieses Künstlers zu erweitern halfen. Es handelt sich dabei um den Altar für die Bäckerzunft im Dom zu Siena, als dessen Hauptbild Moran die Anbetung der Hl. Drei Könige (Siena, Pin.) identifizierte. Freuler rekonstr. den Petrusaltar (zentrales Bild: Madonna mit Kind, Lucignano), den Annunziata-Altar mit dem zentralen Bild der Marienkrönung (Montalcino, Mus. Civ.), den Malavolti-Altar mit der zentralen Taf. der Heimsuchung (Chambery) und zus. mit Mallory den Ciardelli-Altar, dessen zentrales Bild die Kreuzabnahme in Montalcino ist. Diese nahezu vollst. Rekonstr. erbrachten neue Erkenntnisse. Es ist davon auszugehen, daß die Auftraggeber bzw. ein Theologe des jeweiligen Ordens, in dessen Kirche die Altäre sich befanden, die teilweise sehr differenzierten Programme entwarfen. Auffällig ist, daß B. seinen Stil der Aussage des Altarprogramms sehr wirkungsvoll anpaßt. So zeichnet sich etwa der Ciardelli-Altar durch Emotionalität und Expressivität v.a. in der Farbgebung aus. Das Wesen des hl. Filippo Ciardelli, dem zu Ehren der Altar entstand, soll so verdeutlicht werden. Im 6 Jahre später entstandenen Annunziata-Altar verbindet sich die eher zartere Farbwahl mit einer verfeinerten Zchng. Es zeigt sich eine Angleichung an den Spätstil Simone Martinis. Ein innovatives Element bezügl. der Struktur des gesamten Altarwerkes zeigt v.a. der Altar für die Malavolti-Kap. B. verwendet nicht mehr die für das 14.Jh. typ. Altarform, sondern eine zweizonige horizontale Form, die Grundlage für die tavola quadrata bzw. rettangolare mit Giebel- oder Lünettenabschluß, die in der sienes. Renaiss. maßgebend wird.

A Party-Scene

Lithographie (Incunabel Winkler 209/10) von Fenn (?)
Lithograph

(Nähere Erklärungen zu graphischen Techniken s. Leiste links)
(More explanations about graphic-techniques see left column))


Enstehungszeit / time of origin: ca. 1824
Größe/size (in cm.) ca.:26x36
Preis/Price:
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