Bilderwiedergabe hier in niedriger Auflösung, bessere Bilder können angefordert werden / Pictures shown in low resolution, better pictures on request !

Balcar, Jiri (1929-1968),,

Balcar, Jiri (1929-1968)

Balcar, Jirí, tschech. Maler, Graphiker, Zeichner, Illustrator, *26.8.1929 Kolín, †28.8.1968 Prag. Stud. in Prag: 1947/48 Karls-Univ. (Kunstgesch.); 1948-53 HS für Kunstgew.; Atelier von Frantisek Muzika. Mitgl.: Ver. Tschech. Graph. Künstler "Hollar"; Gruppen "Mai 57" und "Konfrontation". Zusammenarbeit mit den Prager Theatern "Divadlo na zábradlí" und "Cerné divadlo" (Requisiten, Plakate, Programmhefte). Stud.-Aufenthalt in Norwegen und Paris. Ausz.: 1962 Versailles, Preis Toulouse- Lautrec des "Jorneé du Cinéma" (für Plakat); 1965 San Marino, Gold-Med. für Graphik. – Gestaltete zunächst Portr. und figürl. Motive in betont gest.-dynam. Weise. Seit E. der 50er Jahre schwindet das menschl. Individuum allmählich, wird anonym, zugunsten der Gestaltung seiner Generationsgefühle wie Einsamkeit, Entwurzelung, Entpersonifizierung und Orientierungslosigkeit des Menschen in der mod. Gesellschaft. B.s Kunst steht damit der Gruppe 42 nahe (bes. Frantisek Hudecek); zu dieser Annäherung trug auch die Freundschaft mit Jindrich Chalupecký bei. Seine ländl. Herkunft hat B. niemals verdrängt; trotz intensiver Auseinandersetzung mit dem Phänomen Stadt wurde er im Großstadtmillieu nie heimisch. Er malte in den Regionen um Kolín und Turnov, wiederholt in Bojnice/W-Slowakei romant.-melanchol. Landschaften, bald ausdrucksmäßig ergänzt durch strukturelle expressive Elemente und Techniken (z.B. Aqu.-Lasuren in Kombination mit Tusche-Schraffuren). E. der 50er Jahre Rückkehr zum Motiv der Stadt (Stadt-Phantom, 1957/58), die zeichenhaft auf Grundschemata (Elementarumrisse, Formen, Richtungen und Rhythmen) reduziert wird. Seit dem Erlebnis der Expo 58 in Brüssel verschwanden alle topograph.-realen Elemente zugunsten von Vertikalen, Horizontalen, Zeichen und Flecken. Anregungen des Tachismus und der expressiven Abstraktion, des Lettrismus und der Kalligraphie (graph. Zyklen Dekrete; Nachrichten; Irrgärten; Urteile und Labyrinthe) verschmelzen bei B. zu einem absurd-verwirrenden Netz von Signalen, Ziffern, Texten und Formen, das sich einer eindeutigen Erklärung entzieht (Dekret I, II, beide 1961; Ereignis; Komposition, beide 1962). In der ausgewogenen Integration des Kalligraphischen in die Malerei nähert sich B. Cy Twombly oder Gastone Novelli. Diese Werke mit ihren Überschneidungen von geometr. Ordnung und Chaos stellen B.s sensible Reaktion auf beunruhigende Konflikte dar. Einige Jahre später verschwinden die Strukturen, die Fläche wird leer (Ereignis I, 1962-63; Ereignis III, 1962), es entstehen einfache Konfigurationen. Nach kurzem Aufenthalt in den USA (1964) kehrt B. in seinen Arbeiten zum Figurativen zurück und entdeckt ein neues Motiv – die Kaffeehäuser als schicksalhaftes Thema nicht erfüllten Daseins. Im Geiste des Pop Art wählt B. neue Ausdrucksmittel und Attribute (Dame; PLQRB; Der Vorstand, alle 1965; Neun Tage einer Woche, 1966). Weitere künstler. Intentionen sollten nicht mehr in Erfüllung gehen – dem Leben dieses talentierten Künstlers setzte tragisch ein Autounfall in Prag ein Ende.

Kreuzworträtsel

Crossword-Puzzle

Kaltnadelradierung, signiert, Ex. 3/6
etching, signed

(Nähere Erklärungen zu graphischen Techniken s. Leiste links)
(More about graphic-techniques see left column))


Enstehungszeit / time of origin: 1965
Größe/size (in cm.) ca.:25x16

 

Best.Nr./Order Nr: 006812

Preis, Info anfordern / Request price, info

Dieses Bild als Poster bestellen / Order this picture as a poster

 Artikel in engere Wahl / add to shopping cart (without obligation until placing of order)
(please activate JavaScript and Cookies)
Zurück zur Liste / Back to previous list

Komplette Seite mit allen Informationen laden
Load the full page with all information