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Bürkner, Hugo (1818-1897) nach Ludwig
Richter,,

Bürkner, Hugo (1818-1897) nach Ludwig Richter

Bürkner (Bürckner), Hugo (Hugo Leopold Friedrich Heinrich), dt. Illustrator, Holzschneider, Radierer, *24.8.1818 Dessau, †17.1.1897 Dresden, Bruder von Adolph B. Erlernte das Zeichnen, Malen und Holzschneiden nach Vorlagen (Dürer, Schäuffelin, Behaim) im priv. Unterricht bei dem Dessauer Hofmaler Heinrich Beck. Im Nov. 1837 ging B. nach Düsseldorf. Um Maler zu werden, trat er in das Atelier von Karl Ferdinand Sohn ein. Bald entwickelte sich eine dauernde, den Künstler stark beeinflussende Freundschaft mit zwei wichtigen Vertretern der Düsseldorfer Malerschule – Eduard Bendemann und Julius Hübner. B. hatte sich nebenbei in der Technik des Holzschneidens weitergebildet. Die Mitarb. an den Ill. zu Athanasius Graf Raczynskis kunsthist. Werk Gesch. der dt. Kunst brachte die endgültige Entscheidung B.s, Illustrator und Holzschneider zu werden. Während seines Aufenthaltes in Berlin im Dez. 1839 erhielt er weitere Anregungen in der Holzschneidetechnik bei Friedrich Ludwig Unzelmann, der durch seine Schnitte nach Adolf Menzel berühmt geworden war. 1840 folgte B. Bendemann und Hübner nach Dresden. Nach deren Zchngn schnitt er 1840-41 das Nibelungenlied in Holz, sein erstes bed. Werk. Gleichzeitig ließ er sich bei dem Dresdener Kupferstecher Anton Krüger zum Radierer ausbilden. Im Juli 1846 zum ersten Lehrer, ab 1855 zum Prof. an dem neubegründeten Atelier für Holzschneidekunst der kgl. KA zu Dresden berufen. Bis zu seinem Tode bildete er dort etwa 50 Schüler aus. Aus Verantwortung für die Schule stellte B. nach 1851 überhaupt keinen Druckstock mehr selbst her. 1847 heiratete B. Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor. Seine Tochter Fanny B. war Malerin, Zeichenlehrerin und Illustratorin (Aqu. im Kpst.-Kab. Dresden). Weitere Töchter von B. wurden bek., so Marie B. als Autorin zahlr. Erzählungen und Gertrud B. als Illustratorin. – In Dresden trat B. in nähere Beziehung zu Adrian Ludwig Richter. Dieser ließ ihn fast ein Fünftel seiner Ill. in Holz schneiden. Richter nannte den Künstler "seinen besten Aufzeichner". Weiterhin übertrug er Vorlagen neuerer Meister (wie Eduard Bendemann, Julius Hübner, Julius Schnorr von Carolsfeld, Alfred Rethel, Oskar Pletsch, Guido Hammer) auf den Holzstock und ließ sie unter Aufsicht von seinen Schülern schneiden. Von B.s eigenen Hschn. sind bes. die Kopien nach dem AT von Hans Holbein d.J. und die Blätter nach Alfred Rethel, Hannibals Zug über die Alpen (1875/76) hervorzuheben. Außerdem enthält das Werk von Bernardin de St. Pierre, Paul und Virginie (1844) neben einigen Zchngn von Adrian Ludwig Richter Hschn. nach eig. Zchngn von B. 1855 hatte B. die Bearb. des Robinson Crusoe durch Karl Böttger illustriert. Weitere Gemeinschaftswerke des Dresdener Künstlerkreises enthalten Arbeiten von ihm, so z.B. Nieritz’ Volkskalender, die Ammenuhr, Aus des Knaben Wunderhorn (1843) und das ABC-Buch für kleine und große Kinder (1845). Aus der Zusammenarbeit mit dem ehem. ebenfalls in Düsseldorf tätigen Maler-Dichter Robert Reinick und dem Verleger Georg Wigand ging der Dt. Jugendkalender hervor, den B. 1846 bis 1858 selbst herausgab. Sein Atelier lieferte v.a. Arbeiten für die Verlage Georg Wigand und Alfons Dürr in Leipzig, für Flemming in Glogau, Hirt in Breslau, Schauenburg in Lahr und Bezinger in Einsiedeln. Weiterhin wurden hier Ill. für die Kinderbilderbücher des Richter-Schülers Oskar Pletsch gefertigt, für dessen Zs. "Dt. Jugend" u.a.m. Die qualitätvollen 200 Bildnisse und Lebensbeschreibungen berühmter dt. Männer zeichnete und stach B. selbst gemeinsam mit Ludwig Otto und Ernst Sachse. Der "Meister des Hschn." beherrschte mit den Jahren auch virtuos die Technik des Radierens. So führte B. Rad. nach Gem. bed. Meister der Dresdener Gal. aus. Zur Vervielfältigung eines der Hw. von Bendemann, nämlich des Frieses im Thronsaal des Kgl. Schlosses verwendete B. die Radierung. 1853 gab er 20 Rad. nach dessen Wand-Gem. im Ball- und Konzertsaal des Schlosses heraus. Es sind v. a. hist., relig. oder allegor. Darst., es entstanden aber auch einige Portr. und Genrebilder. Die Bilder aus dem Familienleben (1874), 14 Rad. mit Versen von Franz Bonn, zeigen Darst. aus B.s eig. Fam.-Kreis. Schließlich hat B. einige Hundert Aqu. gemalt, die als Vorlagen für farbige Lith. in versch. Kinder- und Jugendbüchern und -Zss. dienten. In Zusammenarbeit mit der Schriftstellerin und Herausgeberin Thekla von Gumpert übernahm B. seit 1855 die künstler. Ltg der Zs. "Töchteralbum" und "Herzblättchens Zeitvertreib". Zahlr. Original-Zchngn, Rad. und Hschn. B.s sind in versch. Dresdener Slgn zu finden. Von etwa 11.000 Hschn., die bis 1892 aus dem Atelier von B. hervorgingen, unterlagen wohl alle seiner Korrektur. B. entwickelte den Hschn. zu einem anspruchsvollen Mittel der Vervielfältigung, das bed. Künstler anzog und zum hervorragenden Rang der Dresdener Schule beitrug.  

Ei, jagt mir doch die Spatzen fort

Chasing away the sparrows

Originalradierung, Werkverzeichnis Ludwig Richter (Hoff/Budde) Nr. 3164
Etching

(Nähere Erklärungen zu graphischen Techniken s. Leiste links)
(More about graphic-techniques see left column))


Enstehungszeit / time of origin: 1850
Größe/size (in cm.) ca.:12,5x7,5

 

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