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Haid, Johann Elias (1739-1809) nach
Graff,Deutscher Schriftsteller und Publizist der Aufklärung,

Haid, Johann Elias (1739-1809) nach Graff

Haid, Joh. Elias, Stecher, geb. zu Augsburg 1739, † ebenda 5. 4. 1809, Sohn u. Schüler des Joh. Jakob. 1768 erhielt er den 1. Preis in der Künstlerakad. zu Augsburg und wird in der Folge dort Stadt- und Ehegerichtsassessor. War von 1788 an Akademiedirektor und erhielt Aufträge aus ganz Deutschland, von Norddeutschland bis zur Schweiz. Unternahm selbst Reisen nach Venedig und in die Niederlande. Er führte auch den Verlag seines Vaters weiter. – Gleich diesem ist er Schabkünstler u. pflegt vor allem den Porträtstich. Die treue Wiedergabe zahlreicher Bildnisse von Zeitgenossen und lokalen Berühmtheiten nach Originalgemälden, sowie die Überlieferung seltener Kompositionen durch den Stich machen uns sein Werk wertvoll. In der Lehre seines Vaters arbeitete er in dessen Art und half auch bei dessen Bildnissen mit, so bei dem Porträt der Rosalba Carriera. 1768 schuf er in Schabkunst das Bildnis seines kurz vorher verstorb. Vaters nach A. Graff noch in echtem Rokoko. Bald beginnt der Umschwung. Die weiteren Arbeiten gehören schon dem Louis Seize-Stil an. 1774 beginnt er die Sammlung von Porträts berühmter Gelehrter, ein Werk, an dem er bis in die 90er Jahre arbeitete (57 Blatt). Hier tritt nun schon das einfache Porträt auf, im Medaillon ohne Umrahmung. 1778 fängt er das Hedlinger‘sche Medaillenwerk an, mit 132 Bildnissen, nach Zeichnungen des Joh. Jak. Füßli in Zürich (1781 in Augsburg erschienen), ein Unternehmen, das bei den Zeitgenossen für eine patriotische Tat galt und besonders in Süddeutschland viel Aufsehen erregte. Die Sammlung von Künstlerbildnissen seines Vaters setzt er fort. Von wissenschaftlichen Werken sei genannt: Th. Pennants „Brittische Zoologie“. Versucht sich auch in Landschaften, wovon 2 Stück erhalten sind. Daneben porträtiert er alle Zeitgenossen, die sich irgendwie bekannt gemacht haben, örtliche Berühmtheiten wie Theophil von Murr (1791) und Paul von Stetten (1783), bekannte Persönlichkeiten ‚wie Winckelmann, Meusel, Füßli, Voltaire (1779), Rousseau (1782), Necker und den Grafen Cagliostro, Franklin, Bonaparte usw. Nach Füßli ist einer seiner besten Bildnisst. das Selbstporträt des Malers Koella mit seiner Gemahlin. Bei nüchterner, spitziger Technik liebt er einfache Hintergründe und summarische Behandlung. Gegenüber dem tiefen Braun der früheren Blätter weist der Ton der späteren ein fahles Grau auf. Kompositionen stach er nach Juan de Córdoba, Karl Loth, nach den in der Kurpfälzischen Galerie zu Düsseldorf vorhandenen Werken von Gottfried Schaltken u. A. van der Werff (4 Stücke der Geheimnisse der hl. Jungfrau), Kupetzky, Frans Mieris, Strozzi, Chodowiecki, Lukas Cranach, Reynolds, Heilmann („Die Kunst Fische zu bereiten” und die „kochende Magd“). Nach Rembrandt eine Geburt Christi und Auferstehung des Lazarus u. a. Ferner historische Stücke, wie „Die Ehebrecherin im Tempel“ nach Michelangelo da Caravaggio, nach Reni u. Pignoni. Verzeichnis seiner bis 1786 erschienenen Arbeiten in Meusels Miscell.

Portät des Dichters Gottlieb Wilhelm Rabener
Deutscher Schriftsteller und Publizist der Aufklärung

WEITERE INFORMATIONEN / MORE INFORMATION

Portrait Gottlieb Wilhelm Rabener

Schabkunstradierung
Aquatint

(Nähere Erklärungen zu graphischen Techniken s. Leiste links)
(More about graphic-techniques see left column))


Enstehungszeit / time of origin: ca. 1780
Größe/size (in cm.) ca.:22x14,5

 

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