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Kriehuber, Josef (1800-1876),,

Kriehuber, Josef (1800-1876) - Umkreis

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Kriehuber, Josef, Porträt- und Landschaftsmaler und Lithograph, geb. 1800 in der Vorstadt Josefstadt in Wien als Sohn eines Gastwirtes (laut einem selbstgeschriebenen Curriculum vitae K.s), † 30.5.1876 ebenda. Erhielt bereits mit 7 Jahren Zeichenunterricht bei seinem sich künstlerisch betätigenden, früh verstorbenen älteren Bruder. Auf Wunsch des Vaters trat er als 12 jähriger bei einem Uhrmacher in die Lehre. Nach 1 Jahr entschied er sich jedoch endgültig für den Künstlerberuf, wurde Schüler der Wiener Akad. u. verblieb an derselben bis 1818. Nahm dann beim Fürsten Sanguszko in Stawuta (Kongreßpolen) die Stelle eines Zeichenlehrers an. Neben seiner pädagogischen Tätigkeit führte er hier mit großem Erfolge nach den Modellen aus dem fürstl. Gestüt zahlreiche Pferdeporträts aus. Nach 4 jähr. Aufenthalt in der Fremde kehrte er nach Wien zurück, besuchte 1823/24 abermals die Akademie und erhielt im letzteren Jahre den Lampi – Preis für „Zeichnen nach dem Modell der Natur“. Des Broterwerbes halber wurde er einer der fleißigsten lithographischen Mitarbeiter des Wiener Kunstverlegers J. Trentsensky, für dessen weitverbreitete „Mandelbogen“ zahlreiche später berühmt gewordene Künstler, darunter Schwind, tätig waren. Da Trentsensky diese Arbeiten vielfach ohne jede Künstlersignatur herausgab, ist über die Frühwerke K.s noch einiges Dunkel gebreitet. Aus einzelnen Daten, stilvergleichenden Untersuchungen und der Nachprüfung des Oeuvres von Künstlern wie Schwind, J. N. Hoechle, J. A. Klein u. a., deren Originale K. als Vorlage für seine Lithographien dienten, läßt sich indes eine ungefähre Übersicht über die Arbeiten seiner Frühzeit gewinnen. Zunächst sind es Pferdestudien u. militärische Szenen, die K. auf Stein zeichnete. Es erschienen bei Trentsensky die lith. Folgen der „polnischen“ u. „böhmischen Jagd“ (keineswegs 1819 zu datieren, wie es bisher irrtümlicherweise geschah, sondern jedenfalls erst zu Beginn der 20er Jahre). 1823 kamen die „Pferdeporträts“, 1824 die 6 Schauspielertypen aus Raimunds „Das Mädchen aus der Feenwelt“ im gleichen Verlage heraus. 1824 erschien nach einem Gemälde von Rieder die Lithogr. „Christus am Kreuz“. 1825 wurden die 6 „Charakteristischen Bauernstücke“ verlegt. Um 1825 wandte sich K. mit nachdrücklichem Eifer u. zunehmendem Geschick der Porträtlithographie zu. Die von W. von Wurzbach (s. Lit.) geäußerte Vermutung, K. habe schon 1816 das mit J. K. signierte Porträt der Prinzessin (späteren Kaiserin) Karoline Auguste lithographiert, ist durch die Feststellung Dusslers (s. Lit.), wonach das Bildnis von Josef Klotz herrührt, hinfällig geworden. Ebenso wurde festgestellt, daß die Porträtlithogr. des Franz von Zellenberg, die Wurzbach 1820 datiert, erst aus dem Jahre 1828 stammt. Unter den frühen Lithographien, die bereits nachdrücklich K.s bedeutende Spezialbegabung erweisen und seinen Ruf als Porträtzeichner begründeten u. steigerten, befinden sich vielfach Bildnisse von namhaften Persönlichkeiten des Hochadels, von Musikern, Malern, Schriftstellern, Schauspielern und Gelehrten. So zeichnete er 1827 den Erzherzog Franz Carl von Österreich, den Fürsten Johann Adolph von Schwarzenberg, den Dichter Castelli, den Sänger Lablache, den Maler Schwind u. a. m. Im selben Jahr entstanden seine ersten Gruppenbildnisse; 1828 zeichnete er u. a. neben interessanten Aristokratenporträts (Fürst Ferdinand Kinsky, Graf Wratislaw, Graf Moriz Dietrichstein) L. van Beethoven , Nicolo Paganini, Adalbert Gyrowetz, Carl Czerny, SophieSchröder; 1829: Papst Pius VIII., Marquis Paulucci, Fr. Adr. Boieldieu, C. L. Costenoble, Carl Devrient, Carl La Roche, Ferdinand Raimund, Caroline Grünbaum, Pauline Hasenhut, Sabine Heinefetter; 1830: Fürst Rudolf Colloredo-Mansfeld, Graf Ignaz Gyulai, Dr. Josef Franz Freiherrn v. Jacquin, Conrad Graf, Ignaz Schuster, Fanny EIBler, Therese Krones, Sophie Müller u. a. Zwischendurch studierte er im Belvedere die alten Meister. Ein wertvolles Ergebnis dieser Studien bilden die 1827 im Lithograph. Institut in Wien erschienenen Blätter nach Raffael (Madonna mit Jesuskind u. Johannesknaben), Palma Vecchio (Hl. Ursula), Hugo van d. Goes (Kreuzabnahme), Moretto (Heil. Justina) u. a. 1827 und 28 ließ Trentsensky durch K. einige Blätter aus der Folge der Wettrennen (Wettlauf nach der Simmeringer Heide usw.) auf Stein zeichnen. 1827 heiratete K. Marie Forstner, eine Schwägerin des Malers Joh. Passini. Neben seiner Tätigkeit als Porträtlithograph zeichnete K. in der 2. Hälfte der 20er Jahre nach Vorlagen von Schwind 68 Blätter der Folge: „Ungarns erste Heerführer, Herzöge u. Könige“ für d. Steindruck. Weiter erschienen bei Trentsensky die „Nationalkostüme ungar. Magnaten“ u. einige von den „Charakteristischen Fuhrwerken“ nach J. N. Hoechle, darunter der altwienerische „Wurstwagen“ mit den Porträts von Hoechle, Schwind, Kriehuber, ihrer Gattinnen u. a. m. Nach Hoechle lithogr. K. auch den großen Krönungszug der Kaiserin Karoline Auguste nach Preßburg, ein Blatt von außer ordentlichem Umfang. 1830 erschienen im Lithograph. Institut die „Ungar. Königstrachten“, dann bei Trentsensky einzelne Blätter aus der Folge „Momente aus ÖsterreichsKriegsgeschichte“ nach Originalen von J. A. Klein, Hoechle u. a., ebenso 6 Blätter „Österreichische Gefechte“. Seit 1830 und bis gegen 1845 ist K.s künstler. Tätigkeit zum überwiegenden Teil dem lithographierten bzw. aquarellierten Bildnis gewidmet. In dieser fruchtbarsten u. erfolgreichsten Epoche seines Schaffens hat K. die Mitglieder des Kaiserhauses, die Angehörigen des Hofs u. der Diplomatie, die offiziellen Persönlichkeiten des Adels, die Spitzen der Behörden, die Geistlichkeit, die Männer u. Frauen der Kunst u. Wissenschaft, die Vertreter der Finanzwelt u. des Großhandels und eine ganze Reihe bürgerlicher Personen beiderlei Geschlechts mit mehr oder minTHIEME / BECKER Kriehuber – Kriehuber 397 der bekannten Namen im Bildnis festgehalten. Zu seinen zahlreichen originallithogr. Blättern kommen noch die vielen lithogr. Reproduktionen nach fremden Vorlagen, darunter nach Bildnissen von C. Agricola, R. Alt, Amerling, Anreiter, Brocky, AIex.Clarot; Daffinger, Danhauser, Einsle, J. Ender, L. Fischer, Goebel, E. Haertel (L. Rich ter), Hoechle, Krallt, Krüger, Kupelwieser, Lawrence, Lieder, Maschek, Neder, Peter, Quadal, Raab, W. Richter, Saar, Schiavone, Schrotzberg, Schwager, Schwind, Stieler, Teltscher, Winterhalter u. a. Während seiner wenigen Mußestunden, meist während der Sommerzeit, gab sich K. überdies mit einer oft überraschenden Leidenschaftlichkeit landschaftlichen Studien hin. Die Eindrücke, die er von Reisen in Oberösterreich, Steiermark, Tirol, Oberitalien u. der Schweiz heimbrachte, vor allem die zahlreichen Impressionen, die ihm der Wiener Prater bot, gaben ihm die Motive zu naturgetreuen, oft warm empfundenen, doch nicht immer künstlerisch gleichwertigen Bildern in Öl u. Aquarell, von denen die meisten seit 1844 und in der Folgezeit auf den akademischen Jahresausstell. zu St. Anna erschienen. Nach den Revolutionsjahren setzt wieder eine eifrige Tätigkeit als Porträtlithograph u. Aquarellbildnismaler ein. Zwischen 1850 u. 1860 malte er neben den Mitgliedern des Hochadels zahlreiche Porträts von Militärs und Privatpersonen, die in verschiedenen Zuständen, oft ohne Namen und Adresse überkommen, heute nicht mehr leicht aufzufinden bzw. zu identifizieren sind. Die große Produktivität K.s brachte es gelegentlich mit sich, daß er bisweilen nur den Kopf der darzustellenden Persönlichkeit fertigstellte, während er die Ausführung der Figur u. des Kostümlichen seinen Schülern, wie H. Stadler, Bauer, Dauthage u. a. überließ. Daraus resultiert bisweilen die schwächere Qualität mancher Blätter, die sich vor allem in den Widersprüchen des kompositionellen Aufbaus, in den disproportionierten Gestalten u. einer oft nebensächlichen Behandlung des Kostümlichen usw. äußert. Manche Porträts aus den späten 60er Jahren zeigen bereits ein Nachlassen seiner künstlerischen Kraft. Von seinen sonstigen lithogr. Arbeiten wären noch die 1851 u. 1852 im Verlage von L. T. Neumann in Wien erschienenen 13 großen Studien nach der Natur (die u. a. die Porträts der Maler F. Gauermann u. P. J. N. Geiger, der Hofschauspielerin Amalie Haizinger und K.s selbst im Kostüm eines Arabers enthalten) und die „Gallerie dramat. Künstler des Burgtheaters“ des gleichen Verlages hervorzuheben. 1864 wurde K. in die neugegrundete „Genossenschaft der bild. Künstler Wiens“ als Mitglied aufgenommen. 1866 ernannte ihn die Akad. der bild. Künste zu ihrem „wirklichen Mitglied“. Die Erfindung der Photographie untergrub indessen seine künstlerischen und materiellen Lebensbedingungen, so daß K. sich noch im spätesten Alter genötigt sah, einen Nebenberuf zu ergreifen, u. Zeichenlehrer am Wiener Theresianum wurde. 1871 veranstaltete er in den Räumen der Akad. zu St. Anna eine umfassende Sonderausstellung, deren Katalog 304 Arbeiten in verschiedenen Techniken verzeichnet. Seine letzten Lebensjahre trübten Krankheit, materielle Sorgen u. häusliches Leid (8 seiner Kinder starben frühzeitig). K. ist eine jener repräsentativen altwienerischen Künstlererscheinungen, die über ihre zeitliche u. lokale Bedeutung hinaus, dank ihres starken künstler. Empfindens u. ihrer technischen Vollreife, immer wieder Interesse zu erwecken vermögen. Sein Aufstieg fällt in den Ausklang des franziszeischen Wien, seine Reifeperiode erstreckt sich noch bis in die ersten Jahrzehnte des franzisko-josefinischen Kaisertums. Ein Zeitgenosse Lieders u. Lanzedellis, Teltschers u. Eybls, kann er als einer der führenden Meister der Wiener Porträtlithographie bezeichnet werden. In seinen Anfängen steht er noch bisweilen unter dem Einfluß Lieders, überrascht aber schon in manchem Frühbildnis durch scharfe psycholog. Erfassung. Auch in späteren Blättern, in denen er manchmal dem zeitüblichen Idealisierungsbedürfnis Rechnung trägt, erfreut er durch reizvoll natürliche Haltung, Eleganz u. lebendigen Ausdruck. In den Porträtlithographien seiner besten Zeit, die im Gegensatz zu den Früharbeiten weicher u. toniger erscheinen, wendet K. auch den dekorativen Anforderungen des Bildganzen, der Wiedergabe des Stofflichen (Pelz, Samt, Seide), der Raumausgestaltung u. Staffage besondere Aufmerksamkeit zu. Ebenso geschickt im Einzel- wie im Gruppenbildnis, ist er im letzteren vielfach bemüht, die individuelle Charakterisierung der Köpfe mit der ungezwungenen Bewegung der Körper in Einklang zu bringen u. die Eigentümlichkeiten der Rasse, der Lebensgewohnheiten u. des gesellschaftl. Milieus der Dargestellten mehr oder minder deutlich hervorzuheben. Beispiele dafür: Matinee bei Liszt; Biwak nach dem Gefecht bei Schwechat; die Komiker Nestroy, Scholz, Treumann; die Kapellmeistergruppe: Binder, Proch, Suppé und Titl, u. a. Im Aquarellbildnis, das vielfach seinen Porträtlithographien als Vorlage diente, tritt die künstler. Wesensart K.s mit gleicher Intensität zutage: hier wird der enge Zusammenhang mit der Alt-Wiener Aquarellkunst, etwa eines Daffinger, recht deutlich, besonders im Farbenauftrag u. im zeichnerischen Aufbau. K. wendet regelmäßig das Hellrosa der Daffingerschen Porträtköpfe an, spart die Hintergründe aus, legt die Haarmassen mit breitem Pinsel an und versteht es auch, .durch sorgfältige Modellierung der Hände den Eindruck der Naturähnlichkeit zu steigern. Als Landschafter von wenig hervortretender Eigenart, gibt er dennoch bisweilen scharf beobachtete Naturstimmungen in der Art des Calame. Seine zahlreichen liebevoll behandelten Studien aus dem Wiener Prater tragen zumeist ein mehr zeichnerisches als koloristisches Gepräge. K.s Lebenswerk ist heute kaum zu übersehen: die größte Sammlung seiner Bildnislithographien (deren Gesamtzahl auf über 3000 geschätzt wird) bewahrt – nach den Jahren ihrer Entstehung ge ordnet – die Albertina in Wien, weitere ansehnliche Kollektionen besitzen die ehem. Familienfideicommißbibl. des Kaisers (heute der Nationalbibliothek angegliedert) und das Histor. Mus. der Stadt Wien (hier u. a. die bedeutende K.-Sammlung des Grazer Kunstgelehrten Dr. Wibiral). Aus dem Wiener Privatbesitze seien die Spezialsammlungen des Dr. August Heymann, des Bittmeisters Camillo Hardt und des Prof. W. v. Wurzbach (Verf. des Kriehuber-Kataloges) hervorgehoben. – Von K.s Aquarellbildnissen befinden (bzw. befanden) sich u. a. im Privatbesitze des verstorb. Kaisers Franz Josef I. (laut Hofinventar): Portr. d. Erzh. Ludwig Josef 1834; Kais. Franz Josef I., Erzh. Max u. Carl Ludwig in ihren Kinderjahren 1835; Erzh. Sophie als Kind 1838; Erzherzogin Maria Anna auf d. Totenbette 1840; Graf Jenaeile 1848; Fürst Windischgrätz 1848; Erzh. Franz Carl u. Erzh. Sophie 1850; Fürst Felix Schwarzenberg als Regimentsinhaber 1851; Kaiserin Elisabeth, Kronprinz Rudolf u. Erzh. Gisela in Laxenburg 1858; Gustav Prinz Wasa im Jagdkostüm 1859; Herzog Ludwig in Bayern im Jagdkostüm (auf Schloß Radmer); Zwei Schulknaben; Großherz. Ferdinand v. Toskana im Jagdkostüm; Bauernmädchen, Hallstadt 1862 (in der Lainzer Hermesvilla); Fischer Hiersl,Ebensee 1864; Franz Josef I. mit Jagdgefolge in den Gehegen bei Offensee 1865 (Schloß Schönbrunn); Frauenkopf 1868; Männl. Kopf 1868; Bauernbursch 1868; Mädchenkopf 1869; Kronprinz Rudolf im Jagdkostüm 1874; Josef Latour von Thurnburg 1875. Inderehem. Familienfideicommißbibl.: Portr. der Erzh. Marie Beatrix v. Este, Gem. des Infanten Don Juan von Bourbon 1842; Maria Therese v. Este, Gem. des Grafen von Chambord 1842; Erzh. Franz Karl 1835. In der Albertina: Porträt des Barons Ransonet 1835; Bildn. eines alten Mannes (das Kriehubersche Modell Nocker); 2 Mädchenporträts, eines davon dat. 1873. In der österr. Galerie im Belvedere: ölporträt Kriehubers gem. von Amerling, ferner von K. selbst Portr. des Barons Wittigstein, des Barons Mehtvitz (aus dem Kunsthistor. Hofmuseum übernommen); Bildn. eines Unbekannten. Im Mus. der Stadt Wien: Selbstporträt (01 auf Leinw.), sign., ohne Datum; Portr. des Bildhauers A. v. Fernkorn 18.58; Selbstporträt (Aquarell), sign. u. dat. 1866. In der Gesellsch. der Musikfreunde, Wien: Elfenbein-Miniaturbildn. des Musikers Conrad Graf. In der Akademie der bild. Künste, Wien : Bildnisse der Eltern des Malers 1820, Pinselzeichnungen in Schwarz; Aquar.-Porträt des Kardinals Fürst Egon Dietrichstein 1854. Wertvolle Aquarellbildnisse von Kriehuber befinden sich noch heute in den meisten hocharistokratischen u. älteren Wiener Bürgerfamilien. Eine größere Anzahl von Familienporträts besitzen: der regier. Fürst Johann von und zu Liechtenstein, Fürst Clem. Metternich (Blatter aus der berühmten Sammlung der Fürstin Melanie Metternich), Fürst Joh. Schwarzenberg, Markgraf Pallavicini, Graf Harrach, Graf Karl Lanckorohski. Von Wiener Sammlern besitzen bzw. besaßen u. a. interessante Aquarelle: Gottfried Eißler [‚[], Baron Rud. Geymüller [t], Dr. Max Strauß [t] , Dr. Albert Figdor [J]. Aus des letzteren Smmlg befinden sich nun im Besitze der Frau Oberbürgermeister v. Walz u. a.: Selbstporträt K.s, sign. u. dat. 1888; Erzh. Carl in Zivil; L‘ildnis d. Dr. Wirer v. Redtenbach, 1835; Frau Tschapek, Inhab. des Geschäftes zur „Jungfrau v. Orleans“, 1831; Nordbahndirektor Francesconi (Kopfstudie); Brustbild des Hofrates Günther, Leibarztes des Kaisers Ferdinand; Vorzeichnungen zum Porträt des Feldmarschalleutnants Grafen Kriek – Kriek THIEME / BECKER 398 Schlickh. Ferner die Wiener Sammlungen : Dr. Aug. Heymann (Selbstporträt des Künstlers, glattrasiert, 1839; Bildnisse der Frau u. Tochter K.s, des Fräuleins Trentsensky, des dramat. Schriftst. v. Deinhardtstein, 1836, der Schauspielerin Therese Peche, des Malers Hoechle, 1816 [eines der frühesten Portrats von K.]), Alfred v. Strasser (Bildn. der Kaiserin Elisabeth v. österr. in ganzer Figur, 1865), Prof. Dr. E. Ullmann (Gruppenbildn. von Mitgl. d. ‚ifl. Fam. Mittrowsky), Freih. Hans v. Reitzes, Dr. L. v. Flesch-Festau, Oskar Bondy, Rittmeister Camillo Hardt, A. Bettelheim, V. E. Pollak, Herz v. Hertenried, R. v. Guttmann usw. Weitere die Sammlungen: Perger (Baden b. Wien), Graf C. Rasumowski (Troppau), Graf Leon Pininski (Lemberg), Fürstin Czetwertynska (Warschau), Dr. R. Graf (Graz), Grafen Johann u. Franz Meran (Graz), Sammlung Delhaes im Museum der schönen Künste in Budapest, Grafen V. Széchényi, L.Batthyányi, Geza Andrássy, A.Hadik Barkóczy (Budapest), Fürst Lobkowitz (Raudnitz), die ehem. Smlgn Baron Lanna (Prag), Mühsam u. Davidsohn (Berlin), Dir. Dr. Theodor Loewe, Breslau (Bildnisse der Baronin Hess 1836, der Tochter Nestroys 1873 und eines alten Aristokraten 1838), Prinzessin Gisela v. Bayern, Prinzessin Arnulf v. Bayern, Fürstin Oettingen-Wallerstein, Gräfin Berchem (München), Rudolph Brockhaus (Leipzig), Fürst Buffo della Scaletta (Rom). Von Landschaften besaß Kaiser Franz Josef I. eine ganze Reihe von Aquarellblattern aus den Jahren 1856 u. 1865 bis 1870, ferner Ansichten von Dornbach, Reichenau, aus Steiermark usw. Weiter befinden sich Landschaften des Kunstlers in der österr. Galerie (zum Teil aus dem Kunsthistor. Museum) : Donauufer im Prater, Ülb., Gewitterlandschaft, Ülb., Kiefern im Sturm, Am Waldbach, Waldinneres mit Staffage, Spazierritt im Wald, Pferdeherde an einer Furt, zwei Pferde mit wartendem u. zwei mit schlafendem Knecht. In der Albertina: Gebirgslandschaft in der Ramsau, Aqu. 1869; Waldlandschaft, Handz.; Gebirgslandschaft mit Hütte, Aqu.1874; Gebirgslandschaft vor dem Gewitter, Aqu. 1869; Gebirgslandschaft mit Prozession, Aqu. 1869; Gebirgslandschaft mit Wildbach, Aqu. 1867. In der Akademie der bild. Künste inWien : Waldlandschaft (011863), mein ere Baumstudien (Bleistift) u. Aquarellandschaften (Entwürfe). In den Wiener Privatsammlungen Dr. Aug. Heymann (Große Praterlandschaft gegen die Freudenau, 01), Dr. C. Gaber (Praterlandschaft an der Donau), Baron Geymüller (Thunersee, Aqu.) und bei Dr. J. Bischitz, Budapest (Landschaftsstudien aus Reichenau). Lit.: W. v. Wurzbach, J. K. Kat. der von ihm lithogr. Portrats, München 1902 (cf. hierzu: Die graph.Künste, XX : Mitteil. p.63ff. [wichtige Berichtigungen u. Ergänzungen von J. Jureczek]). - Nagler, Kstlerlex., VII (1839). – A. v. Raczynski, Gesch. d. neueren deutschen Kunst, II (1840). – C. v. Wurzbach, Biogr. Lex. d. Kaiserth. österr., XIII (1865). – Allg. Dtsche Biogr., XVII (1883) 166; LVI 397. – D. A. Rowinskij, Lex. russ. Porträtstiche (russ.), St. Petersbg 1886/89, IV (Reg.). – F. v. Boet – † i c her, Malerwerke d. 19. Jahrh., 112 (Dresden 1895). – L. Hevesi, österr. Kunst, Lpzg 1903, p. 249; der s., Altkunst-Neukunst, Wien 1909. – E. Lemberger, Meisterminiaturen, Stuttg. 1911, p. 20ff. u.Anhg. – O.E.DeutsCh, Schubert. Sein Leben in Bildern, München 1913. - Graul-Dörnhöffer, Die vervielf. Kunst d. Gegenw., IV : Lithogr., Wien 1903. – F r. Kerst, Die Erinnerungen an Beethoven, Stuttg. o. J. [1913J, 189. – C. Wagner, Die Gesch. d. Lithogr., Lpzg 1914, p. 20. – Caroline Pichler, Denkwürdigkeiten aus nt. Leben, München 1914. – C. Glaser, Graphik der Neuzeit, Berlin 1922. – B. Grimschitz, Altwiener Miniaturen der Sammlg Flgdor, Wien 1923; der s., Altwiener Aquar. (Bibl. d. Kstgesch. Bd 71), Lpzg o. J. – L. Grünstein, Daffinger u. sein Kreis, Wien 1923, p. 38, 39, 95; der s., Die Samml. Prof. E. Ullmann, Wien 1925, p. 9, 35, Taf. 42. – L. Dussler, Die Incunabeln d. deutschen Lithogr., Berlin 1925. – H. Schwartz, Die Anfänge der Lithogr. in Wien (noch ungedruckt). – [Schorns] Kunstblatt (Stuttg.), 1836 p. 83 (Krihuber). – Kstchronik, VI (1871) 94; X (1875) 204; XII (1877) 336 (Nekrol). – Die Graph. Künste, III (Wien 1881) 17; XXXVII (1915), Mitteil. p.58; XXXX (1917) 81 (Abb.), 90, 96, 98f., 101 (Abb.), 102; Mitteil. p. 49ff. – Monatsblatt d. Vereins f. Landeskde v. Niederösterr., I (1903) 17120, 67f. – Kunst u. Ksthandwerk, X (Wien 1907) 48; XIV (1911) 263, 265. – Berichte u. Mitteil. d. Altert.- Ver. zu Wien, XXXIII (1898) 90/92. – T h. v. Frimmel, Lex. d. Wiener Gem.- Samml., 1913ff., II 145; ders., Studien u. Skizzen zur Gemäldekunde, I (1913) 58 (Abb.); V (1920) 106. – Österr. Kunst-Topogr., I (1907) 60, 146, 364; Beiheft p. 24, 65; II (1908) 264, 277, 293ff., 342, 363, 381, 395; III (1909) 76, 290; V (1911) p. LXIII, 394; VI (1911) 13, 169; VIII (1911) 114; X (1913) 587; XIII (1914) 54; XVI (1919) 1 (m. Abo.); XVIII (1924). – Jahrbuch d. ksthist. Inst. d. Zentral-Kommiss. usw., VIII (Wien 1914) Beibl. Sp. 38. – Der Cicerone, VII (1915) 398. – Zeitschr. f. Gesch. u. Kulturgesch. österr.- Schlesiens, IX (1914) 127 (m. Abb.). – Monatsblatt d. Altertums-Vereins zu Wien, XXXIII (1916) 205 (m. Abb.). – Velhagen & Klasings Monatshefte, XXXVI Bd I (1921) 448f. – Jahrbuch d. Bilder- u. Kstblatterpreise, Wien 1911ff., 1IVI. – Die Meister der Wiener Porträtlithographie (Lagerkat. Gilhofer & Ranschburg), Wien 1906, p. 15, 36 (über 550 Nummern). – Kataloge “Ausst. u. Samml.): Berlin: Handzeichngn d. Nat.- Gal., 1902 p. 239; Große Kst- A., 1906, Anh. (retrosp. Ausst.) p. 40; Miniat.-A. (Friedmann & Weber) 1906; Breslau: Histor. A. 1913; Brünn: A. d. Kunstgewerbes in mähr. Privatbes., 1902 p. 124; Brüssel: Expos. Miniat., 1912 p. 145; Budapest MG-kiállítása, 1902; Kat. der Handz. des Mus. d. Schönen Künste; Coblenz: Ausst. Coblenz u. Ehrenbreitstein vor 100 Jahren, 1914 No 230131; Dresden: Kat. d. Gem.-Gal., 1912; 100. Ausst. Gal. E. Arnold, 1901; Graz : Das steiermark. Landesmus. Joanneum, Graz 1911, p. 493 Nr 32 m. Abb., p. 494 Nr 51 m. Abb.; Leipzig: Führer d. d. Ausst. von Künstlerlitb. im Buchgewerbehaus, 1901, p. 15; A. deutsch. Kst d. 19. Jahrh., Kstverein 1915, p. 24; Richard Wagner-A., 1913 p. 79 Nr366; Lemberg: Min.-A.,1912; London: O’ Donoghue, Catal. of Engrav. Brit. Portr., Brit. Mus., I (1908) 373; II (1910) 355, 467; München: Kaiser Franz Jos.-A. Altwiener Malerei, 1911; Troppau: Miniat.-Ausst., 1905; Wien: Führer d. d. Gem.- Gal., III: Mod. Meister (1907); Gem.- Gal. d. Akad. d. bild. Kste, 1889, p. 359; Hist. Kst-A., 1877, p. 89, 155, 182, 190 f., 302; Porträt – A. 1880; 1. Internat. A. Graph. Künste, 1883; Jubiläums- A. 1888 u. 1898 Abt. II (50 Jahre österr. Mal.); Theaterausst. 1892; Congreß – A. 1896; Schubert – A. 1897 No 80, Miniat.-A. 1905; Spitzen- u. Porträt-A. 1906; Erzherzog Karl-Ausst. 1909; Führer d. d. Schubert-Mus., 1912 p. 17, 28, 47, 51; Sittenbild-A. im Volksheim, 1913 p. 26; Miniat. – A. 1924; Bildnis- u. Selbstbildnis -A., Künstlerhaus 1924 No 1201/27; Zürich: A. „100 Jahre österr. Kat“, Salon Wolfsberg, 1927. – Auktionskataloge: Berlin: Verst. d. Samml. Freih. v. Stumm, bei R. Lepke, 14.3.1922 Kat. No 1882 p. 8; Versteig. d. Samml. Paul Davidsohn bei Perl, 27.11.1924, p. 18 (m. Abb.); 54. Verst. bei P. Graupe, No 89; 57. Verst. bei K. E. Henrici, No 126128; Budapest: Verst. Ernst-Mus., Aprill Mai 1918; München: Verst. d. Handzeichn. – Samml. Sayn-Wittgenstein bei Hirsch, 1921 p. 28; Wien: Dorotheum, 297. Aukt. Nr 168, 176; 316. Aukt. Nr 241; 349. Aukt. No 41; Pisko, Verst. e. 11.11.1908 No 55158, 171; Verst. v.15.4.1913 No7I1; Gilhofer & Ranschburg : 32. Aukt. No 589/627, 750; Aukt. v. 7. 10. 1920 No 59; Gilhofer & Ranschburg im Verein mit C. J. Wawra, Aukt. (Samml. Metternich) v. 13.11.1907 No 1488/86; C. J. Wawra: 213. Aukt. No 60, 814,

 

Knabenbildnis

Portrait of a boy

Aquarell, signiert (wohl von fremder Hand), datiert
Watercolour

(Nähere Erklärungen zu graphischen Techniken s. Leiste links)
(More about graphic-techniques see left column))


Enstehungszeit / time of origin: 1860
Größe/size (in cm.) ca.:19,5x14,5

 

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