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Jeaurat, Etienne (1699-1789) nach Nicols
Vleughels,,(Samuel 25)

Jeaurat, Etienne (1699-1789) nach Nicols Vleughels

Maler u. Kupferstecher, geb. in Paris 9. (nicht 8.!) 2. 1699 – nicht als Sohn eines –graveurì, wie Bénézit behauptet, sondern eines Weinhändlers –, † in Versailles 14. 12. 1789, jüng. Bruder des Edme, der mehrere seiner Kompositionen gestochen hat, Oheim u. Lehrer des N. H. Jeaurat de Bertry. Schüler von Nic. Vleughels, der ihn 1724 – zum Direktor der Acad. de France ernannt – mit nach Rom nahm; doch hinterließ dieser ital. Aufenthalt kaum tiefere Spuren bei J., dessen Schaffen zunächst ganz unter dem Einfluß seines Lehrers stand. Nach Paris zurückgekehrt, wurde er 1731 Agréé, 1733 Vollmitglied der Acad. roy. de peint. auf Grund des nach Compiègne u. von dort in das Mus. zu Roanne gelangten Bildes: Pyramus u. Thisbe. Im Verlaufe seines langen Lebens erstieg er alle Stufen der Akademiewürden, wurde 1765 Recteur, 1781 Chancelier u. bekleidete seit 1767 auch das Amt eines Gardien du Cabinet du Roi in Versailles. Er pflegte anfänglich besonders das mytholog. Genre; die meisten dieser Frühwerke J.s sind von seinem Bruder Edme gestochen worden, darunter eine Folge von 8 Szenen aus den Fabeln La Fontaineës u. die Gegenstücke: LëAmour coquet, u. LëAmour petit-maitre (1732). Später wandte J. sich ganz dem zeitgenöss. Sittenbild zu, hat gelegentlich aber auch Stilleben, religiöse Gemälde u. Porträts gemalt. In seinen sittenbildl. Darstell. u. Stilleben kommt er bisweilen Chardin so nahe, daß Fälschungen J.scher Bilder auf Chardinës Namen Gläubige fanden; doch fehlen ihm Chardinës koloristische Reize; auch sucht er meist stärkere anekdotische Pointen u. liebt es, seine Modelle aus einem höheren bürgerlichen Milieu zu wählen. Die malerische Durchführung bleibt meist weit zurück hinter der oft sehr amüsanten Erfindung, daher seine Kompositionen im Stich nicht selten besser wirken als im Original. Aliamet, Balechou, Beauvarlet, Daullé, Derangle, Ch. Levasseur, Tardieu u. a. haben nach seinen Bildern gestochen. Nicht ohne Reiz, wenn auch Chardin weit nachstehend, sind seine Interieurs mit Familien- u. Konversationsszenen, darunter das reizende Atelierinterieur i. d. Sammlg Paul Goldschmidt. Am anziehendsten aber ist J. da, wo er das malerisch bewegte Leben der Pariser Straßen u. Plätze des 18. Jahrh. schildert, wie in den als Zeitdokumente so überaus wertvollen Darstell. des Transports der Freudenmädchen in das Hospital, des Pariser Karnevals, der Place des Halles, der Place Maubert, der Schlägerei an der Fontäne (Musée Carnavalet) usw. Sehr lustig ist auch die von Delangle gestoch. Scherzszene: Der Umzug des Malers, ein frisch geschilderter Ausschnitt aus einem selbsterlebten unbekümmerten Künstlerbohemientum. Ein ausgezeichnetes, 1745 dat. Bildnis Voltaireës findet sich in der Sammlg der MIDe BerneBellecour. Trocken u. öde sind dagegen seine großen Historienbilder, von denen die Museen zu Cambrai (Achill in die Schlacht ziehend, um den Tod des Patroclus zu rächen) u. Orléans (Schlüsselübergabe an Petrus) Proben bewahren. Auch hat J. Kartons für die Pariser Gobelins gezeichnet, darunter in königl. Auftrag eine Darstellung im Watteaustil: Hochzeit auf dem Lande, die Cozette u. Audran als Gobelin ausführten. Ein Gobelin von M. Audran, mit ein Jahrmarktszene nach Vorlage J.s, bez.: Jeaurat pinx. 1748, u.: Audran, ist im Besitz des Leipz. Kunstgew.- Mus. Zwischen 1737 u. 1769 beschickte J. ziemlich regelmäßig den Louvre-Salon, 1782 nochmals den Salon de la Correspondance. Folgende Museen bewahren Bilder J.s: Auxerre (Unterricht der Großmutter); Besançon (Köchin vom Markte heimkehrend); Cambrai (s. oben); Fontainebleau (Diogenes zerbricht seinen Trinknapf; früher im Louvre); La Fère (Die ländliche Mahlzeit, Der Scharlatan); Orléans (s. oben); Paris, Musée Carnavalet (Transport der Freudenmädchen zum Polizeileutnant, Schlägerei an der Fontäne, Ansicht des Pont Neuf mit der Place Dauphine; außerdem mehrere Zeichnungen); Roanne (s. o.); Oxford, Ashmolean Mus. (Interieur mit 2 Damen); Moskau, RumjanzoffMus. (Venus u. Adonis, bez. Stephanus Jeaurat pinxit); St. Petersburg, Ermitage (–La Convalescenteì). Eine Rötelzeichn.: Bildnis des Stechers Nic. Dorigny, im Louvre; eine Kreide- u. Federzeichn., Das Schokoladenmädchen, in Dublin, Nat. Gall. of Ireland (Kat. 1920 No 2436). Religiöse Gemälde in der Kirche Saint- Louis in Versailles (Traum des hl. Joseph, Anbetung des Herzens Jesu) und in den Pariser Kirchen St. Nicolas des Champs (Genoveva ihre Herde hütend), St. Germain des Prés, St. Jacques du Haut-Pas u. Notre- Dame. In Leipz. Privatbes. (Et. Plantier) 1 Bildchen: Der eingebildete Kranke. Sein eigenes Bildnis malten Etienne Aubry (ausgest. im Salon 1771), Roslin (Stich von Lempereur), Greuze (Louvre) u. C. N. Cochin d. j. (Stich von P. Martenasi).

Abigail begegnet David

Abigail meets David
(Samuel 25)

Kupferstich
Copperplate

(Nähere Erklärungen zu graphischen Techniken s. Leiste links)
(More about graphic-techniques see left column))


Enstehungszeit / time of origin: 1720
Größe/size (in cm.) ca.:37x50

 

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