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Lairesse, Gerard de (1641-1711),,

Lairesse, Gerard de (1641-1711)

De Lairesse, Schüler seines Vaters Renier de Lairesse (um 1597–1667) und Bertholet Flémals, ging nach Utrecht, dann nach Amsterdam und arbeitete sich aus dürftigen Verhältnissen zu einem respektierten Künstler empor. Er strebte nach einem sich an die Antike und an Nicolas Poussin anlehnenden Schönheitsideal, ohne die niederländischen Formen und Farben aufgeben zu können. Dadurch erhielten seine Schöpfungen einen manierierten Charakter. Seine Bilder pflegen im Silberton gemalt zu sein; sie sind häufig, und namentlich finden sich in Amsterdam, Schleißheim, Kassel und im Louvre Hauptwerke von ihm. Bedeutende Deckenfresken zieren auch die Ausstattung des Den Haager Friedenspalastes, welche sich vormals im Besitz des Amsterdamer Regenten Andries de Graeff befanden. [1] Als Mann von gelehrter Bildung liebte er mythologische und allegorische Motive. Seit 1690 erblindet, sammelte er eine Malergesellschaft um sich, welcher er seine Ideen diktierte, die dann von seinem Sohn gesammelt, mit einer Menge von Kupferstichen begleitet und nach seinem am 11. Juni 1711 erfolgten Tod in zwei Bänden herausgegeben wurden unter dem Titel: Het groot schilderboek (Amsterdam 1707, 2. Ausg. 1712). Das Werk wurde ins Deutsche (Nürnberg 1728, 3 Bde.; 3. Aufl. 1800), Französische (Paris 1786, 2 Bde.) und Englische übersetzt und übte durch die Einführung in allen öffentlichen Kunstschulen einen großen Einfluss auf die Kunstrichtung des 18. Jahrhunderts.

Lairesse, Gerard de, Maler, Radierer u. Schabkünstler, * 11. 9. 1641 Lüttich, † 1711 (begr. 28. 7.) Amsterdam, Vater der Abraham I u. Jan. Schüler seines Vaters Renier (s. 1. Art. L.) u. des Berth. Flémal. Erhielt eine gute Erziehung. Frühreif malt er, von Ripas Iconologia angeregt, Allegorien in Wasserfarben zur Illustration von Thesen von Lütticher Jesuitenzöglingen, seit 1655 Bildnisse, u. a. für die Kurfürsten von Köln u. Brandenburg; Nagler erwähnt eine Reise des noch nicht 20 jähr. L. nach Berlin, die er der Empfehlung des Architekten J. G. Memhard zu verdanken gehabt habe. Von den frühen Werken anscheinend nichts erhalten. Erstes nachweisbares Gemälde: Martyrium der Hl. Ursula, 1660, für den Dom zu Aaehen gemalt, jetzt im dort. Mus.; es folgen 1661 ein Martyrium des Hl. Lambert, 1662 Orpheus in der Unterwelt (Mus. Lüttich) u.: Hirten, der Pales (nicht Pallas) huldigend (Aufbewahrungsort nicht nachweisbar; Wiederholung in kleinerem Format oder Skizze beim Fürsten Liechtenstein, Wien),1663/1664 2 größere für Kirchen in Lüttich bestimmt gewesene religiöse Gemälde: Bekehrung des Hl. Augustin (Mus. Caen) u. Taufe des Hl. Augustin (Mus. Mainz). Wegen eines Liebeshandels mußte L. 1664 Lüttich verlassen, begleitet von einer Verwandten, die er 1664 in Navaigne (bei Lüttich) heiratete. Ging dann nach Herzogenbusch, hiernach nach Utrecht, wo er sich anfangs mit dem Malen von Wandschirmen u. Schildern seinen Unterhalt verdiente. Siedelte nach dem 4. 4. 1665 (Taufe eines Sohnes), veranlaßt durch den auf ihn aufmerksam gewordenen Amsterd. Kunsthändler Gerard Uilenburg, Rembrandts Verwandten, nach Amsterdam über; dort zuerst für Uilenburg tätig, bekommt er bald viele Aufträge. Erwirbt 1667 das Amsterd. Bürgerrecht. Von 1676 ab kommt das literarische Kunstgenootschap „Nil volentibus arduum" regelmäßig in seinem Hause zusammen. Durch Datierungen oder anderweitig zeitlich festgelegte Tafelbilder dieser Frühzeit: 1664 Blumen u. Früchte (Aschaffenburg); 1667 Fest der Flora (Haag, Gem.- Mus.); 1670 Sieg des Guten über die Mächte der Finsternis (für das „Werkhuis" in Amsterd. gemalt, jetzt Rijksmus.); 1671 Roma (Slg Moltke, Kopenhagen) u. Weibliche Figur mit Amor u. Abundantia (Mus. Amiens); 1673 Seleucus verzichtet auf seine Gattin zu Gunsten seines Sohnes Antiochus (Mus. Schwerin); 1682 Bildnis eines Unbekannten (Mus. Cassel). Gleichzeitig Deckenu. Wandgemälde, u. a. 1672 für den Amsterd. Bürgermeister Andries de Graeff die großen allegor. Darstell. in dessen Hause an der Heerengracht 446 (17. 11. 1903 bei Fred. Muller in Amst. versteig., Abb. im Kat.; von J. Glauber gestochen; jetzt im sogen. Bolsaal des Friedenspalastes im Haag). 1684 zeitweiliger Aufenthalt im Haag (Mitglied der Pictura), wo er im Auftrag der Generalstaaten im Ratssaal des Gerichtshofes 7 große Wandgemälde mit Darstell. aus der antiken Geschichte ausführte (dort noch erhalten; von P. Tanjé & Ch. Duflos nach Zeichn. von N. Verkolje gestochen, 1737). Im gleichen Jahre nimmt er vorübergehend den Maler Joh. Glauber in seinem Hause auf u. staffiert mehrere von dessen Tapetengemälden mit großen Vordergrundsfiguren: so die Tapeten im Hause des Seidenfabrikanten P. de Flines, Heerengracht (jetzt in dem Lehrerzimmer der Amst. Kunstakad.), im Audienzsaal des königl. Schlosses Het Loo u. im Speisesaal des königl. Schlosses in Soestdyk. Auch in andern Landschaften Glaubers ist die figürl. Staffage von L., so auf Bildern in den Mus. zu Montpellier, Nantes (Alexander am Grabe des Darius) u. Glasgow. Ob die Deckengemälde für das Leprosenhaus in Amsterd. (jetzt im Rijksmus) in seiner Frühzeit oder später ausgeführt wurden, steht nicht fest. Weitere öffentl. Aufträge: Türen an der Orgel der „Westerkerk" in Amst. u. die Theaterdekorationen für das dort. Stadttheater (1772 verbrannt). Späte Datierungen kommen auf Tafelbildern nur vereinzelt vor: 1687 auf einem Gemälde in Schwerin (Satyrn u. Mänaden) u. einem Gemälde in Bamberg (Alexander u. Roxane). Um 1687 malte er im Auftrage eines geistl. Gönners für Lüttich eine große Himmelfahrt Mariae (jetzt in der St.-Peterskirche ebda, laut Helbig schon 1685 in Lüttich, laut Abry erst 1687). 1689 entstanden 2 riesige Grisaillen, Allegorien auf Roms Macht u. Roms Niedergang (früher Rijksmus. Amsterd., jetzt Rathaus Rotterdam). Als eins seiner letzten Werke erwähnt Uffenbach eine Darstell. des Besuches der 3 Engel bei Abraham, die er als Wandschirm bei dem Verleger de Leth sah. Von Deckengemälden haben sich in Amsterd. Patrizierhäusern nur 2 an Ort u. Stelle erhalten: im Hause Goudstikker (Heerengracht 458) ein schöner 3teiliger Plafond mit der Gesch. Phaëtons (in warmem, kräftigem Kolorit) u. bei Dr. de Jong Schouwenburg (Heerengracht 480) ein kleinerer Plafond mit dem Sturze Phaëtons u. den Allegorien der vier Jahreszeiten in den Ecken. Im Rijksmus. außer dem erwähnten Plafond aus dem Leprosenhause 2 große schöne Deckengem. mit mytholog. Darstell. L.s künstler. Tätigkeit fand mit seiner Erblindung (1689/90) ein jähes Ende; den Rest seines Lebens fristete er ziemlich kümmerlich, indem er Vorlesungen hielt über Theorie der Malerei vor einem Kreis von Freunden, die sich in dem Kunstgenootschap „Ingenio et labore" zusammengetan hatten. Diese für jedermann zugänglichen- Vorträge wurden von s. Sohne Abraham nachgeschrieben u. in 2 Büchern im Druck herausgegeben: Grondlegginge der Teekenkunst, Amsterd. 1701, u.: Het groot Schilderboek, Amsterd. 1707 (wichtig als Kompendium des damals für einen Maler Wissenswerten u. als eine Art von Ästhetik des holländ. Klassizismus; bis tief in das 18. Jahrh. hinein durch Übersetzung in mehrere Sprachen von großem Einfluß; eine kritische Würdigung von L.s Ästhetik fehlt, die Dissertation von Urban gibt nur eine oft nicht einmal zutreffende Umschreibung der wichtigsten Kunsttermini L.s). L. ist der bedeutendste Vertreter des akademischen Klassizismus, der den in Rembrandts Kunst gipfelnden holländ. Realismus im letzten Viertel des 17. Jahrh. ablöst. Diese z. T. schon länger (durch die offizielle Kunst der Maler u. Bildhauer, die das neue Rathaus in Amsterdam zu dekorieren hatten, und die ihrerseits wieder die Tradition der Utrechter Schule oder der Rembrandt-Vorläufer aufnahmen oder an die südniederländ. Kunst der Rubensschule anknüpften) vorbereitete Richtung fand ihre Hauptstütze in der kleinen Oberschicht des Amsterd. Patriziats, die sich, auf ihre gelehrte Bildung pochend, in bewußten Gegensatz zu allem Volkstümlichen stellte und in der Nachahmung der Antike in Literatur und Kunst alles Heil sah. Die Rolle des Vermittlers zwischen der Antike u. der holl. Kunst spielte diesmal Frankreich. Poussin und Lebrun wirkten hauptsächlich auf L. ein, wenn auch wohl fast nur durch Stiche. (Grautoff schreibt L. allerdings auch eine Kopie nach einem Gemälde Poussins zu [Der Schulmeister von Falieri, Mus. Narbonne; Grautoff, Poussin, No 69]; ob mit Recht, bleibe dahingesteflt. Entlehnungen kommen sonst nur ganz vereinzelt vor). Mehrere seiner hist. Gemälde dienen der Verherrlichung „moralischer" Eigenschaften, wie Vaterlands- u. Gerechtigkeitsliebe, Edel- und Opfermut und anderer antiker Tugenden, wie sie damals beliebte antike Schriftsteller an die Hand gaben. Einiges davon ist durch Poussin vermittelt (Tod des Germanicus, Großmut Scipios), anderes durch zeitgenöss. ital. Maler, einiges vielleicht von L. selbst in die Malerei eingeführt worden; so war L.- nach Jan Steen einer der ersten, die die Geschichte des liebeskranken Königssohnes (Seleucus tritt seinem Sohne Antiochus seine Gattin ab) in der holl. Malerei behandelten (4 Fassungen in Amsterdam, Karlsruhe, Oldenburg, Schwerin). Zuweilen hält L. sich an das Kompositionsschema zeitgenöss. holländ. Maler. So ist seine Darstell. von Esther und Ahasver, die nur im Stich von P. van den Berge vorliegt, zweifellos von Jan Steen's u. Aert de Gelder's Fassungen abhängig; aber an Stelle deren bürgerlichplatter oder realistisch-dramat. Auffassung zeigt L. korrekt-akadem. Haltung. Gelegentlich als Porträtist tätig: Selbstbildnis in Schleißheim, Bildnis eines Gelehrten(?) in Cassel (1682), Familiengruppe in Landschaft (Verst. H. Houck, Amst. 7. 5. 1895 mit Abb.), junges Ehepaar mit allegor. Beiwerk (Slg J. J. Muirhead, England). Als epochemachend ist L.s Auftreten in der holl. Malerei insofern zu bezeichnen, als mit ihm die Tapeten- u. Plafondmalerei der Tafelmalerei gleichwertig an die Seite tritt, sie z. T. sogar verdrängt; auf dem Gebiete der dekorativen Malerei liegen denn auch L.s Hauptverdienste. Als Radierer, ausgehend von Pietro Testa, versteht L. zarte Wirkungen u. fein abgetönte Helldunkeleffekte zu erzielen u. seine Requisiten, klassische Architekturen mit Säulenordnungen u. arkadische Landschaften mit antiken Monumenten, mit sicherem Gefühl für das Dekorative anzuordnen. Neben Romeyn de Hooghe ist L. unstreitig der geistreichste u. routinierteste Malerstecher um 1670/1700 in den Niederlanden. Seine Entwicklung geht in der Graphik (ähnlich wie in der Malerei) vom starken Helldunkel zu einer gleichmäßigen lichten Skala mit durch sichtigen Schatten, in der Typenbildung von der charakteristischen Geste, dem individuellen Ausdruck zur „klassischen" Haltung. Seine besten Blätter sind die kleineren mit wenigen oder Einzel-Figuren, die meist früh sind. Die frühesten Rad., eine Kampfszene zwischen röm. Kriegern „Ira", 1662 in Lüttich entstanden, u. die undat. Darstellung der Ermordung Wilhelms des Schweigers (s. Oeuvreverz.), wohl sein erstes in Holland geschaffenes Blatt, sind noch dilettantisch. Wenn die Jahreszahl 1667 auf der dramatisch-barocken Opferung der Polyxena (oder Iphigenie?) richtig ist, stand er damals schon auf der Höhe seines Könnens. (Die dagegen rückschrittlich anmutende, aber 1668 dat. Hl. Familie nach' Flémal ist vielleicht viel früher, noch in Lüttich begonnen, u. erst 1668 vollendet.) Völlig reif jedenfalls die übrigen 1668 dat. Blätter, so die Salbung Sauls u. die durch malerische Helldunkelwirkung u. lebendige Charakteristik ausgezeichneten Illustrationen zu Andries Pels „Didoos doot" u. Julfius", beide 1668 erschienen. Ganz barock in ihrer malerischen Haltung u. einem Romeyn de Hooghe gleichwertig sind einige prachtvolle Folioblatter mit Allegorien auf aktuelle Begebenheiten (durch diese zeitlich festgelegt), so auf die Befreiung der Niederlande durch Wilhelm III., 1672 (Muller, Ned. Gesch., 2308), u. auf den siegreichen Feldzug von 1673 (Muller, 2513). Feste Anhaltspunkte zur Datierung geben auch die verschiedenen Titelblätter, so zur Skulpturensammlung Reynst, spätestens von 1671, zu den Paradigmata Graphics des Jan de Bisschop, 1671, zu den Opern von Lully : Cadmus u. Perseus, 1882, zu Petersens Speelstukken, 1683. Dagegen ist der sehr reiche u. malerische Titel zu N. Visscher's Germania inferior in L.s Frühzeit zu versetzen, wie auch einige reizende kleine mytholog. Darstell. (5 Bl. aus dem Io-Argus-Zyklus, 6 aus der Geschichte der Dido u. 4 zur Geschichte der Venus) u. die dramatische Darstell. des in den Kampf stürmenden Aeneas. Daran schließen sich wohl die großen Allegorien (Minerva ihre Priesterin gegen die Mächte des Bösen verteidigend u. Iphigenie den Orestes als Opfer anbietend?), ferner die phantastischen Traume u. das große Bacchanal. In die darauf folgende Periode gehören wahrscheinlich die klassizistischen, aber noch sehr ausdrucksvollen Darstell. des ungläubigen Thomas u. der verzückten Diana u. der große Endymion. Dagegen sind die anderen großen mytholog. u. allegor. Blätter, meistens mit moralisierenden latein. Unterschriften, wie die übrigen Bacchantenszenen, dann Diana u. ihre Gefährtinnen, die tanzenden Nymphen, die trauernde Venus, die Philosophie der Lebensalter? (Surge, age et in duris ...), Merkur den Odysseus von Çalypso zurückrufend (sehr nahe verwandt mit den beiden im Rijksmus. befindl., dort fälschlich Mars u. Venus gen. Bildern), sowie die charakterlosen u. konventionellen kleineren Blätter mit dem Adam- u. Eva-Zyklus wohl Arbeiten der Spätzeit. In Schabmanier behandelt 4 kleine Bl. (3 davon im Sammelband von N. Visscher: Allegorie der Malerei; weinendes Mädchen; kleiner Satyr; das 4. Bl., Satyr u. Nymphe, gegenständlich ganz mit einer Rad. übereinstimmend). Kritisches Verzeichnis des graph. Werkes fehlt; Nagler u. Le Blanc unvollständig u. ungenau (zählen viele Blätter mehrmals auf). Handschr. Verz. von J. Ph. van der Kellen im Amsterd. Kab.: 239 Nrn gegen 312 bei Le Blanc. Der größte Teil des rad. Werkes L.s 1894 von Nic. Visscher in einem Großfolioband herausgegeben. In dieser Samml. fehlen außer den wenig bemerkenswerten Rad., die die Statuen aus der Slg Reynst reproduzieren, fdlg. Bl.: hist. u. myth. Darstell.: 1. Ermordung Wilhelms des Scbweigers; unbez. Unicum des Amst. Kab. (Muller, Ned. Gesch., 884 A). 2. Bankett Wilhelms III., 1672 (Muller 2320). 3. Allegorie auf den Frieden zwischen den Niederlanden u. England, 1674 (unbez. Unicum im Amst. Kab., Muller 2533 A). 4. Raub der Proserpina, unbez. 2 kleine Vignetten: 5. Emblem: Nil volentibus arduum, u. 6. Kopie im Spiegelbild. 8 Buchtitel: 7. zu Antoine de Ville, Les Fortifications, 1675; 8. zu der Oper ?Persée" von Lully, 1682; 9. zu der Oper „Cadmus" von Lully, 1682; 10. zu David Petersen, Speelstukken, 1883, bez.; 11. zu Th. Godwin, Moses et Aaron, Utrecht (M.u. A. vor d. Stiftshütte, unbez.); 12. zu Traj. Boccalini, Ragguagli di Parnasso, unbez.; 18. zu Casp. Bartholinus, De tibiis veterum, 1679, unbez. (12 u. 13 im Cab. des Estampes in Paris); 14. zu unbekanntem Werk (Römischer Consul mit 2 Liktoren u. 4 Richtern; unbez.). 9 sehr sauber radierte, hübsche Geschäftsempfehlungen (?adreskaarten") : 15. mit der flieg. Fama, unbez.; 18. mit der sitz. Frau vor dem Webstuhl, unbez.; 17. mit der stehenden Frau mit dem Weberschiffchen, unbez.; 18. mit dem Wappen der Medici, bez.; 19. mit Mercurius auf Sockel, unbez.; 20. mit dem Globus u. dem Wappen mit dem Stern, unbez.; 21. mit Allegorie des Handels u. der Schiffahrt, unbez.; 22. m. d. knienden Zeit (unbez.; für D. Steenhoff); 23. m. Vase auf Sockel, unbez. 5 Medaillons: 24. ein leeres Med. mit Blumen- u. Blätterrahmen, unbez.; 25. mit dem Bildnis des Grafen von Monteret, bez.; 26. mit dem Monogramm W H (Prinz Wilhelm Heinrich), unbez.: 27. mit dem Wappen Wilhelms III. als König von England, unbez.; 28. mit Büste der Bellona, bez., u. 29. Wappenkarte der Amst. Bürgermeister d. J. 1675, bez. Einige der von Visscher aufgenommenen Bl. sind nicht von L., sondern nach ihm von Schülerhand ausgeführt. Die Platten später bis auf 7 neu herausgeg. von G. Valck, bis auf weitere 3 von Schenk. Verkleinerte Kopien (im Gegensinn) nach dem größten Teil des graph. Werkes L.s erschienen bei J. Ulr. Kraus in Augsburg (G. de L. anserlesen schönes Werk, 100 Kupfer). Nach L.s Vorlagen stachen u. a. P. van den Berge (Teil seiner zu einem „Teekenboek" vereinigten Zeichn. u. Skizzen), J. Glauber, J. de Lairesse, A. Blooteling (u. a. die Tafeln in Bidloo's Anatomie, 1685), P. Tanjé u. Duflos (die Gemälde des Haager Gerichtssaales auf 7 Platten, 1737). Gemälde (außer den bereits genannten) in folg. Museen u. Slgen: Aachen (Landung d. Aneas); Amsterdam, Kath.-Kirche Spuistr. (Findung Mosis); Städt. Mus. (Allegorie d. Handels); Augsburg (Bacchisches Fest); Berlin (Satyr u. Nymphe); Bordeaux (Minerva); Braunschweig (Achill unter den Töchtern des Lykomedes [bez.], u.: Schmiede des Vulkan); Bremen (Schlafende Bacchantin, u.: Seifenblasendes Kind); Brüssel (Tod des Pyrrhus, Ecce homo); Burghausen (Odysseus u. die Sirenen, Odysseus u. Athene, Befreiung der Andromeda, Salomos Götzenopfer [bez.]) : Cambridge (Circe); Cassel (Tod des Germanicus; Baccbusfest); Cherbourg (Allegorie); Delft, Mus. Lambert v. Meerten (Abendmahl); Dresden (Der Parnaß [bez.], Bacchanal [unbez.]); Dünkirchen (Auferstehung Christi); Dulwich (Apollo u. Daphne; Pan u. Syrinx); Florenz, Pal. Pitti (Selbstbildnis); Fontainebleau, Schloß (Abendmahl); Frankfurt a. M., Städt. hist. Mus.; Gatschino bei Leningrad (Königin von Saba vor Salomon [bez. u. 1688 dat.]); Gaune, Dänemark (Jupiter u. Semele); Genf, Mus. Rath (Bacchanal); Grenoble (Diana u. Aktäon); Haag, Mauritshuis (Achill unter den Töchtern des Lykomedes), Aufbruch d. Adonis [Depot]); Haag, Ministerium d. Äußeren (Bacchus u. Ariadne); Haarlem, Bisschop. Mus. (Hl. Familie); Hamburg, Slg Glitza (Apoll); Hermannstadt, Siebenbürgen (Kleopatra u. Antonius beim Mahl); Leningrad, Ermitage (Opferfest [bez.], Mutterliebe); Lille (Landschaft); Lübeck (Jesus auf dem See Genezareth [bez.(?) u. 1687 dat.]); Lüttich (Triumphzug des Aemilius Paulus, Verleumdung des Apelles, Hl. Cacilia, Todd. Kleopatra, Judith); Lütsschena, Slg Speck v. Sternburg (Per. seus rüstet sich zum Kampf mit der Medusa); Mâcon (Tanzende Kinder); Mannheim (Triumphzug Alexanders); München, Ält. Pin. (Dido u. Amor); Nantes (Pan, Cupido u. Venus); Nordkirchen, Schloß (Verstoßung der Hagar); Orléans (Sündenfall); Oslo (Cekrops); Paris, Louvre (Abendmahl, Kleopatra im Hafen von Tarsos, [bez.], Herkules am Scheidewege [sämtl. nicht mehr im Kat. 1922]); Pommersfelden (Der junge Achill); Pawlowsk (Hl. Familie, Venus u. Adonis); Peterhof bei Leningrad, Schlößchen Monplaisir (2 Allegorien); Potsdam, Neues Palais (Opfer an die Göttin Flora); Riga (Röm. Opferfest [bez.]); Schleißheim (Odysseus u. d. Sirenen, Odysseus von d. Amme erkannt); Solothurn (Mars u. Venus); Stockholm (Achill unter den Töchtern des Lykomedes, Achill u. Patroklus [beide bez.]); Toulouse (Christus am Kreuz; Bekehrung des Saulus); Utrecht, Zentralmuseum (Apollo und Daphne); Wien, Staatsgal. (Cybele empfangt Neptun u. Amphitrite); Kunsthist. Inst. (Luna u. Endymion); Akad. (Luna u. Endymion, Wiederholung). Zeichnungen in fast allen Kabinetten. Versteigerungen : bei Amsler u. Ruthardt, Berlin (31. 1. 1921 No 200) : ein Buch mit Zeichn.; bei F. Muller, Amsterd. (19. 1. 1904 No 201) : interessantes Zeichenbuch mit 155 Studienblättern; bei Heberle, Köln (17. 10. 1905, No 318) : 15 Bl. zu Ovids Metamorphosen; bei R. W. P. de Vries (15. 12. 1926, No 1625) : Entwurf f. d. vergold. hölz. Kronleuchter d. Amsterd. Theaters v. 1690. Lit.: Quellen u.Zusammenfassendes: J. de Sandrart, Acad. nobil. artis pict., Nürnb. 1683 (ausführlicher als i. d. dtsch. Ausg.). A. Houbraken, Groote Schouburgh, 1718 u. 1721. J. C. Weyerman, Nederl. Konstschilders, II (1729). J. B. Descamps, La vie des Peintres flam. etc., III (1760).-[A.J.DezaIlierd'Argenville,] Abrégé de la vie des plus fameux peintres, III (‚ 1762). Becdelièvre, Biogr. Liégeoise, il (1837) 194/208.-Nagler, Kstlerlex., VIl (1839); ders., Monogr., II; Ill. Immerzeel, De Levens en Werken etc., II (1843). E. Fétis, Les Art. belges à l'étr., I (1857). K ramm, De Levens en Werken etc., III (1859). L. Abry, Les hommes ill. de la Nat. lieg., éd. par H. Helbig et S. Bormans, L. 1867 (wichtig). A. Michiels, Hist. de la peint. flam., X (? 1876) 184 ff. Le Blanc, Manuel de l'amat. d'est., II (1856/88). J. Helbig in Biogr. nat. de Belg., XI (1891) 58168; ders., La peint. au pays de Liége, 1903, p. 295/319 (mit Abbn); ders., L'Art Mosan, II (1911). A. v. Wurzbach, Niederl. Kstlerlex., II (1910).- R. Oldenbourg, Fläm. Malerei des 17. Jahrh. (Handb. d. Berl. Mus.), 1918. Biogr. Einzelheiten : Obreen's Archief, IV. Oud Holland, III (1885) 157; XVIII (1900); XXXII (1914). Onze Kunst, XXIII (1913) 117 bis 29 (F. Schmidt- Degener, L.s Porträt von der Hand Rembrandts). Ober einzelne Werke: B. Urban, Das Groot Schilderbook des G. de L. (Die lit. Unterlagen z. kstgesch. Behandl.), Dissert. Berlin, 1914. O. Wiener, Das Malerbuch des G. d. L., in Die Kunstwelt, I/2 (1912) 437148. Meussel, Misc. art. Inh., 15. H. (1783) p. 145f.; ders., Mus. f. Kstler etc., XIV (1791) 88ff.; ders., Neues Mus., l (1794) 46/48. F. Muller, De Nederl. Geschied. in platen, 1863/82. J. F. v. Someren, Cat. v. gegrav. Portr. v. Nederl., 1888/91 I/III.-Th.Frimmel, Kl. Galeriestud., 1. u. 2. Lief., Bamb. 1891/92. E. W. Moes, Iconogr. Bat., I (1897) Nr 9, 659; II (1905) Nr 4314 f. A. G. de Vries , Nederl. Emblemata, 1899. A. Ising, Het Binnenhofte s' Gravenh., 1899, III 26f. F. Engerand, Inv. d. tabl. etc. des bit. du roi, 1900. G. Kalf, Gesch. d. Nederl. Letterkunde, IV (1909) 549. Trésors d'Art en Russie, I (1901), III, VI. Mireur, Dict. d. Ventes d'art, IV (1911). N. Legrand u. L. Landouzy, Les Coll. art. de la Fac. de médec. de Paris, 1911 p. 218. Nos Anciens et leurs Oeuvres (Genf), 1908 p. 87. Les anciennes écoles de peint. dans les palais etc. russes, Brussel 1910, Abb. nach p. 94. Voorloop. Lijst d. Nederl. Mon. etc., III (1915) 445; IV (1917) 9. Inv. gén. des Rich. d'art de la France, Prov., Mon. civ., I, II, VI, VIII. Österr. Ksttopogr., II (1908) 537. Obreens Archief, II; VII. Oud Holland, X (1892); XXII (1904); XXXI (1913).-Kstchronik, N. F. V. (1894) 187. Jahrb. d.preuß.Kstsamml., XV (1894)54; XLIII (1922) 130f. (mit Abb.). Ztschr. f. bild. Kst, N. F. XV (1904) 174. Rep. f. Kstwiss., XVI (1893) 123. Bull. uitg. door d. nederl. oudheidk. Bond, I (1899/1900) 91, 123; II (1900/01) 21, 136f. Amst. Jaarboekje, 1900, p. 17, 150. Staryje Gody (russ. Zeitschr.), 1908 p. 692 (mit Taf.-Abb.), 723; 1909 p. 133; 1910 Juli-Sept.-Heft p. 211; 1916 Juli-Sept.-H. p. 92 (mit Taf.- Abb. nach p. 94). Aachener Kstblatter, IV/VI (1911) 32 (Abb.), 33; XIV (1928) 21. Les Arts, 1912 Nr 128 p. 4 (Abb.). Der Cicerone, V (1913) 790 (Abb.). Versl. omtr. ‚s Rijks Verzain. etc. 1920;'s-Gravenh. 1921 p. 10. M. D. Henkel.

Ausgewählte Werke

Selected works
Lairesse, Gerard de (1641-1711),Didos Tod- Kupferstich,copperplate,ca.
1668 - Death of Dido,, Best.Nr. 008810
Lairesse, Gerard de (1641-1711) - Didos Tod- (Death of Dido)


Lairesse, Gerard de (1641-1711),Dido und Aeneas-
Kupferstich,copperplate,ca. 1668 - Dido and Aeneas,
Lairesse, Gerard de (1641-1711) - Dido und Aeneas- Ein sündhaftes Gewissen ist die Mutter der Furcht (Dido and Aeneas)
Lairesse, Gerard de (1641-1711),Dido und Aeneas - Titel-
Kupferstich,copperplate,ca. 1668 - Title for
Lairesse, Gerard de (1641-1711) - Dido und Aeneas - Titel- (Title for "Didon and Aeneas")
Lairesse, Gerard de (1641-1711),Dido und Aeneas-
Kupferstich,copperplate,ca. 1668 - Death of Dido,, Best.Nr.
008829
Lairesse, Gerard de (1641-1711) - Dido und Aeneas- Das wirken der klatschsüchtigen Fama (Death of Dido)
Lairesse, Gerard de (1641-1711),Dido und Aeneas-
Kupferstich,copperplate,ca. 1668 - Dido and Aeneas,, Best.Nr.
008830
Lairesse, Gerard de (1641-1711) - Dido und Aeneas- Szene im Palast (Dido and Aeneas)
Lairesse, Gerard de (1641-1711),Dido und Aeneas-
Kupferstich,copperplate,ca. 1668 - Dido and Aeneas,Cave-scene, Best.Nr.
008831
Lairesse, Gerard de (1641-1711) - Dido und Aeneas- Dido und Aeneas in der Höhle (Dido and Aeneas)
Lairesse, Gerard de (1641-1711),Dido und Aeneas-
Kupferstich,copperplate,ca. 1668 - Dido and Aeneas,, Best.Nr.
008832
Lairesse, Gerard de (1641-1711) - Dido und Aeneas- Szene im Palast (Dido and Aeneas)
Lairesse, Gerard de (1641-1711),Dido und Aeneas-
Kupferstich,copperplate,ca. 1668 - Dido and Aeneas,, Best.Nr.
008833
Lairesse, Gerard de (1641-1711) - Dido und Aeneas- Dido und Amor (Dido and Aeneas)
Lairesse, Gerard de (1641-1711),Dido und Aeneas-
Kupferstich,copperplate,ca. 1668 - Dido and Aeneas,, Best.Nr.
008834
Lairesse, Gerard de (1641-1711) - Dido und Aeneas- Aeneas und Turnus (Dido and Aeneas)
Lairesse, Gerard de (1641-1711),Dido und Aeneas-
Kupferstich,copperplate,ca. 1668 - Dido and Aeneas,, Best.Nr.
008835
Lairesse, Gerard de (1641-1711) - Dido und Aeneas- Das zerstörte Karthago (Dido and Aeneas)
Lairesse, Gerard de (1641-1711),Dido und Aeneas-
Kupferstich,copperplate,ca. 1668 - Dido and Aeneas,, Best.Nr.
008836
Lairesse, Gerard de (1641-1711) - Dido und Aeneas- Didos Tod auf dem Scheiterhaufen (Dido and Aeneas)
Lairesse, Gerard de (1641-1711),Dido und Aeneas-
Kupferstich,copperplate,ca. 1668 - Dido and Aeneas,, Best.Nr.
008837
Lairesse, Gerard de (1641-1711) - Dido und Aeneas- Aphrodite sendet Eros damit Dido sich in Aeneas verliebt (Dido and Aeneas)
Lairesse, Gerard de (1641-1711),Dido und Aeneas-
Kupferstich,copperplate,ca. 1668 - Dido and Aeneas,, Best.Nr.
008838
Lairesse, Gerard de (1641-1711) - Dido und Aeneas- Geburt des Aeneas am Gipfel des Ida (Dido and Aeneas)
Lairesse, Gerard de (1641-1711),Dido und Aeneas-
Kupferstich,copperplate,ca. 1668 - Dido and Aeneas,, Best.Nr.
008839
Lairesse, Gerard de (1641-1711) - Dido und Aeneas- Jupiter, von Juno überrascht, verwandelt Io in einen Stier (Dido and Aeneas)
Lairesse, Gerard de (1641-1711),Dido und Aeneas-
Kupferstich,copperplate,ca. 1668 - Dido and Aeneas,, Best.Nr.
008840
Lairesse, Gerard de (1641-1711) - Dido und Aeneas- Merkur und Argus (Dido and Aeneas)
Lairesse, Gerard de (1641-1711),Dido und Aeneas-
Kupferstich,copperplate,ca. 1668 - Dido and Aeneas,, Best.Nr.
008841
Lairesse, Gerard de (1641-1711) - Dido und Aeneas- Merkur tötet Argus (Dido and Aeneas)